Sieg bei French Open Ungesetzte Ostapenko triumphiert

Jelena Ostapenko hat sich bei den French Open in einem wilden Finale gegen Simona Halep durchgesetzt. Auch von einem deutlichen Rückstand ließ sich die 20-Jährige nicht beirren.

REUTERS

Jelena Ostapenko hat den ersten Grand-Slam-Erfolg ihrer Karriere eingefahren. Die Weltranglisten-47. gewann im Endspiel der French Open 4:6, 6:4, 6:3 gegen Simona Halep aus Rumänien. Letztmals hatte 1933 eine ungesetzte Spielerin auf der Anlage Roland Garos triumphiert.

"Ich kann es nicht glauben, dass ich der neue French-Open-Champion bin", sagte Ostapenko bei der Siegerehrung: "Es ist wie ein Traum. Als kleines Kind habe ich die Spiele hier im Fernsehen geschaut und jetzt habe ich hier gewonnen. Es ist unglaublich."

Beiden Spielerinnen war zu Beginn der Partie ihre Nervosität anzumerken. Sowohl Halep als auch Ostapenko hatten Probleme mit ihrem Service, sodass es zu vier Breaks in den ersten sechs Spielen des ersten Satzes kam. Die 20-jährige Ostapenko konnte ihre Fehlerquote zunächst nur minimal verringern. Am Ende des ersten Durchgangs gab dann die Routine den Ausschlag zugunsten der Weltranglistenvierten Halep.

Auch im zweiten Satz erspielte sich die Rumänin schnell einen 3:0-Vorsprung. Doch Ostapenko kämpfte sich in die Partie zurück. Beim Stand von 4:3 ermöglichte sie allerdings ihrer Kontrahentin durch einige vermeidbare Fehler das insgesamt neunte Break zum 4:4. Doch Halep gab ihren Vorteil direkt beim darauffolgenden Aufschlagspiel ohne eigenen Punktgewinn wieder ab und musste so den dritten Satzverlust im gesamten Turnierverlauf hinnehmen.

Der entscheidende Durchgang war ebenfalls von zahlreichen Unkonzentriertheiten beider Spielerinnen geprägt. Ostapenko, die als erste Lettin überhaupt den Sprung in ein French-Open-Finale geschafft hatte, platzierte einen Rückhandschlag ohne Bedrängnis im Aus und ließ Halep so zwischenzeitlich auf 3:1 davonziehen.

Die 25-Jährige schaffte es im Anschluss jedoch abermals nicht, ihren eigenen Service durchzubringen. Dank eines Kantenballs, der vom Netz auf die Seite Haleps fiel, ging Ostapenko 4:3 in Führung und brachte ihren Vorsprung ins Ziel. Nach fast zwei Stunden sicherte sie sich dann mit einem erfolgreichen Rückhandschlag die Linie entlang den Sieg.

lst



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
anselmi 10.06.2017
1.
Das Mädel hat Eier. Ich mag sie. Die Nummer 1 wird im Wimbledon neu ausgekegelt. Da hat Kaja Pliskova nichts zu verteidigen und somit allerbeste Karten, auf einem Belag, der ihr liegt, Halep und Kerber zu überholen. Ich freue mich drauf!
Die Happy, 10.06.2017
2. Trainer, übernehmen sie
Wenn es ein bzw. ihr Trainer schafft, das Spiel von Ostapenko zu stabilisieren, haben wir hier die zukünftige Nummer 1 gesehen. Wenn sie es schafft, ihre Stärken beizubehalten, ihre unfassbar druckvollen Grundschläge, aber nicht so oft ins Netz oder ins Aus zu semmeln, sprich ihre Punkte besser aufzubauen und dann den finalen Schuss zu setzen, sehe ich keine die ihr mittelfristig die Nummer 1 streitig machen kann. Serenas Karriere geht zu ja Ende. Was soll das erst auf Rasen werden. Zudem scheint sie den Killer Instinkt zu haben, gepaart mit einer soliden Psyche und Physis. Bobele hat zwar recht, dass sich die Spielerinnen zukünftig besser auf ihr Spiel einstellen und analysieren werden, aber gegen die Urgewalt wird es schwierig.
Zündkerze 10.06.2017
3. verdient gewonnen
aber Halep hat auch viel zu passiv gespielt. Die Bälle waren oft zu kurz und öfters mal ein Stop hätte gegen diese Gegnerin auch Wunder bewirkt. Trotzdem hatte Sie die Chance im dritten Satz bei 3:0 40:15 verpasst, den Sack zuzumachen. Wie Becker schon sagte, gegen dieses Einprügeln auf den Ball werden sich zukünftige Gegnerinnen entsprechend vorbereiten. Und ein weiteres mal beziehe ich mich auf den Kommentator von EuroSport, Ostapenko hat nur dieses Spiel drauf, Sie kann nichts anderes.
jujo 10.06.2017
4. ...
Zitat von Zündkerzeaber Halep hat auch viel zu passiv gespielt. Die Bälle waren oft zu kurz und öfters mal ein Stop hätte gegen diese Gegnerin auch Wunder bewirkt. Trotzdem hatte Sie die Chance im dritten Satz bei 3:0 40:15 verpasst, den Sack zuzumachen. Wie Becker schon sagte, gegen dieses Einprügeln auf den Ball werden sich zukünftige Gegnerinnen entsprechend vorbereiten. Und ein weiteres mal beziehe ich mich auf den Kommentator von EuroSport, Ostapenko hat nur dieses Spiel drauf, Sie kann nichts anderes.
Ich glaube auch das es genügend Spielerinnen gibt die variabel, technisch gut spielen können, dem "all or nothing" Ostapenkos erfolgreich Paroli zu bieten. Sie wird kein Dominator sein wie S.Williams aber auf absehbare Zeit in der Spitze gut mithalten. Aber ersteinmal herzlichen Glückwunsch an Ostapenko, das Finale hat sie verdient gewonnen!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.