Federers Rückkehr nach Paris "Wir haben ihn erwartet, und endlich ist er da"

Erstmals seit 2015 nimmt Roger Federer wieder an den French Open teil. Wie konkurrenzfähig der 37-Jährige auf dem roten Untergrund noch ist, weiß er selbst nicht. Der Respekt der Konkurrenz ist immer noch groß.

Roger Federer beim Training in Paris
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Roger Federer beim Training in Paris


Seine Premiere auf den roten Ascheplätzen von Paris feierte Roger Federer 1999 gegen Patrick Rafter. Die Sieger damals hießen Andre Agassi und Steffi Graf. Seinen ersten und bislang einzigen French-Open-Titel gewann der Schweizer 2009 gegen den längst zurückgetretenen Robin Söderling.

Und 2019? "Ich spüre, dass ich gut Tennis spiele. Aber ich weiß nicht, ob es gut genug ist, um gegen die Besten zu bestehen", sagte Federer vor seinem Auftaktmatch am Sonntag (14.15 Uhr) gegen den Italiener Lorenzo Sonego beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Erstmals seit vier Jahren nimmt Federer wieder an den French Open teil. Drei Jahre in Folge hatte er die kräftezehrenden Spiele auf der "terre battue" ausgelassen.

Er fühle sich ein bisschen wie vor den Australian Open 2017, als er sich auf der komplett im Umbau befindlichen Anlage und dem renovierten provisorischen Presseraum den Fragen der internationalen Berichterstatter stellte, meinte Federer. Damals kehrte er nach einer halbjährigen Pause wegen einer Knieoperation ebenfalls mit einem Gefühl der Ungewissheit zurück - und gewann schließlich völlig überraschend das Turnier.

"Federers Rückkehr nach Paris ist eine Fahrt ins Blaue"

"Es ist auch jetzt ein bisschen unbekanntes Terrain", sagte Federer und sprach von einem "kleinen Fragezeichen" hinter seinem Leistungsvermögen auf Asche. Bei seinem Comeback erreichte er in diesem Jahr in Madrid und Rom jeweils das Viertelfinale. Dass er beim Masters in Italien vor der Partie gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas zurückzog, sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen.

Roger Federer bei einer Trainingseinheit mit dem Belgier David Goffin
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Roger Federer bei einer Trainingseinheit mit dem Belgier David Goffin

"Federers Rückkehr nach Paris ist eine Fahrt ins Blaue", titelte die "Neue Zürcher Zeitung" am Samstag. Eines ist aber klar: Der elfmalige Champion Rafael Nadal geht nach seinem beeindruckenden Sieg in Rom gegen Novak Djokovic erneut als Top-Favorit in das Turnier. Djokovic und auch dem Österreicher Dominic Thiem werden ebenfalls bessere Chancen als Federer eingeräumt - die größte Aufmerksamkeit wird dennoch dem bald 38 Jahre alten Rekord-Grand-Slam-Sieger gelten.

"Wir haben ihn erwartet, und endlich ist er da", twitterten die Organisatoren Mitte der Woche, als Federer seine erste Übungseinheit auf dem Court Philippe Chatrier absolvierte. Ganze zwei Stunden habe er intensiv trainiert, registrierten die Medien seines Heimatlandes.

Der Respekt der Konkurrenz ist nach wie vor groß. "Er spielt nach wie vor auf einem sehr, sehr hohen Niveau", sagt Djokovic. "Man muss ihn immer auf der Rechnung haben."

bam/dpa



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