Leichtathletik-Sumpf Kenia sperrt drei Spitzenfunktionäre

Nach Russland steht Kenia derzeit im Zentrum der Dopingvorwürfe in der Leichtathletik. Der afrikanische Verband hat jetzt reagiert und will laut Medienberichten drei ihrer Top-Funktionäre sperren.

Anti-Doping-Protest kenianischer Athleten: Verband hat jetzt reagiert
AFP

Anti-Doping-Protest kenianischer Athleten: Verband hat jetzt reagiert


Der Dopingskandal in der Leichtathletik zieht auch in Kenia weitere Kreise. Nach Informationen der ARD sollen bereits in der kommenden Woche drei Spitzenfunktionäre des ostafrikanischen Landes suspendiert werden. Laut ARD-"Sportschau" handelt es sich um David Okeyo, Mitglied des Councils des Weltverbandes IAAF, seinen Vorgänger Isaiah Kiplagat und Joseph Kinyua, den Teamleiter der Nationalmannschaft.

Erst kürzlich waren sieben neue Dopingfälle im Lager der kenianischen Leichtathleten bekannt geworden. "Die Ethik-Kommission sieht sich das an. Einer von ihnen, David Okeyo ist ja schon nicht mehr zum jetzigen Treffen des IAAF-Councils gekommen. Und die Polizei ermittelt", sagte IAAF-Präsident Sebastian Coe der ARD.

Der Brite deutete an, dass es für den suspendierten russischen Verband schwierig sei, die Voraussetzungen für einen Olympia-Start 2016 in Rio de Janeiro zu erfüllen. "Es geht nicht nur um einen strukturellen, sondern auch um einen kulturellen Wandel. Wir brauchen flächendeckend eine Generation von Trainern, die daran glaubt, dass es möglich ist, Athleten auch sauber zu Spitzenleistungen zu bringen", betonte der IAAF-Chef. "Ein Kulturwandel dauert länger."

Problematisch bei einem möglichen Olympia-Start der Russen sei, dass Doping einen lang anhaltenden Effekt hat. "Ja, das ist auch eine historische Herausforderung", gab Coe zu. "Es ist nahezu bewiesen, dass Athleten, die gedopt haben - etwa mit einigen Mitteln für den Muskelaufbau -, die haben über viele Jahre etwas davon."

aha/dpa



insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
EMU 29.11.2015
1. Haha
"Wir brauchen flächendeckend eine Generation von Trainern, die daran glaubt, dass es möglich ist, Athleten auch sauber zu Spitzenleistungen zu bringen", betonte der IAAF-Chef. "Ein Kulturwandel dauert länger." " Sorry, aber das ist albern. Es ist einfach nicht möglich, egal, was irgendein idealistischer Trainer glaubt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.