Gesundheitliche Probleme Diskuswerfer Lars Riedel hört auf

Sein letzter Wettkampf liegt fast zwei Jahre zurück. Der Rücken machte ihm immer mehr zu schaffen. Nun hat Lars Riedel, einer der erfolgreichsten deutschen Leichtathleten, Konsequenzen gezogen. Der Olympiasieger im Diskuswerfen beendet seine Karriere.

Berlin - "Ich hätte gern mit den Spielen in Peking aufgehört. Aber die Schmerzen im Rücken lassen das nicht mehr zu", sagte Riedel am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung seiner Autobiografie "Meine Welt ist eine Scheibe". Dies sei sein "letzter kleiner Wettkampf", so der 41-Jährige.

Schon im vergangenen Jahr hatte Riedel nicht mehr starten können. Seinen letzten Wettkampf absolvierte der Olympiasieger von 1996 in Atlanta am 27. August 2006 beim Werfertag in Bad Köstritz.

Riedel wurde fünfmal Weltmeister (1991, 1993, 1995, 1997 und 2001). Zudem holte er 1998 EM-Gold und olympisches Silber 2000 in Sydney. Mit 71,50 Metern aus dem Jahr 1997 ist Riedel Sechster der ewigen Weltbestenliste.

Künftig will der 1,99 Meter große Athlet, der viermal bei Olympischen Sommerspielen startete, seine Erfahrungen unter anderem in Management-Seminaren weitergeben.

"Ich weiß, wie man Extremsituationen meistert. Davon können andere profitieren", so Riedel. Und noch etwas hat er nach zwei Jahrzehnten Leistungen auf höchstem Niveau erkannt: "Der Spitzensport ist gesundheitsschädlich. Ganz schmerzfrei werde ich wohl nie wieder leben."

ach/sid/dpa

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