Giro d'Italia Contador trotz Schwächephase kurz vor Gesamtsieg

Vorsprung gerettet: Alberto Contador steht vor dem Gesamtsieg beim Giro d'Italia. Der Spanier wurde am vorletzten Anstieg zwar abgehängt, Konkurrent Fabio Aru konnte trotz des Etappenerfolgs seinen Rückstand aber nicht komplett wettmachen.

Radprofi Contador: Auf dem Weg zum Giro-Gesamtsieg
AFP

Radprofi Contador: Auf dem Weg zum Giro-Gesamtsieg


Alberto Contador trägt das Rosa Trikot des 98. Giro d'Italia ins Ziel nach Mailand. Der 32-jährige Spanier ließ sich die Gesamtführung auch auf der schweren Bergetappe von Saint-Vincent nach Sestriere trotz Schwächen am letzten Anstieg nicht mehr nehmen. Damit wird er wohl zum zweiten Mal nach 2008 die Italien-Rundfahrt gewinnen. Die Klassement-Fahrer werden auf der letzten Etappe nicht mehr attackiert.

Der Tagessieg auf dem 199 Kilometer langen Teilstück ging an den Gesamtzweiten Fabio Aru vom Astana-Team. Hinter ihm landeten Ryder Hesjedal aus Kanada und der Kolumbianer Rigoberto Uran. Aru machte 2:25 Minuten auf Contador gut und feierte seinen zweiten Etappensieg in Folge. Am vergangenen Tag hatte er bereits die schwere Bergankunft nach Cervinia gewonnen. In der Gesamtwertung hat Contador aber noch komfortable 2:02 Minuten Vorsprung und feierte deshalb bei der Zieleinfahrt bereits seinen Sieg.

Auf der schwierigen Etappe wurde Contador erst gegen Ende gefordert. Auf dem Alpenpass Colle delle Finestre attackierte Arus Teamkollege Mikel Landa zuerst aus der Gruppe der Top-Fahrer. Contador konnte nicht mithalten und musste seinen Landsmann wie kurz darauf auch Aru gewähren lassen.

Die Schlussetappe führt am Sonntag über 178 Kilometer von Turin nach Mailand. Contador wird dabei von Angriffen seiner Rivalen verschont bleiben, den Sprintern bietet sich nochmals die Chance auf einen Tageserfolg. Der Spanier schließt damit den ersten Teil seines geplanten Doppelsiegs beim Giro und der Tour de France erfolgreich ab.

zaf/dpa/sid



insgesamt 4 Beiträge
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chico 76 30.05.2015
1. Schade,
dass dieser herrlich spannende Sport bei uns so in Verriss gekommen ist. Andere Länder sind da verzeihender und lasten Fehler aus der Vergangenheit nicht den heutigen Fahrern an.
saldegracia 30.05.2015
2.
Leider ist Contador aber eben noch einer derjenigen, die eine nicht so ganz bluetenweisse Vergangenheit haben...trotzdem ein beeindruckender Giro von ihm...
gegenpressing 30.05.2015
3.
Zitat von chico 76dass dieser herrlich spannende Sport bei uns so in Verriss gekommen ist. Andere Länder sind da verzeihender und lasten Fehler aus der Vergangenheit nicht den heutigen Fahrern an.
Fehler aus der Vergangenheit? Hallo? Sie haben haben aber schon gesehen, wer den Giro gewonnen hat, oder? Contador steht so ziemlich dafür, dass sich gar nichts geändert hat. Der war damals schon in den Fuentes Skandal verwickelt und wurde von Politik und Justiz geschützt, weil er zu wichtig war. Auch seine lächerliche Kalbsschnitzelgeschichte reiht sich nahtlos ein in die billigen Lügen überführter Doper. Es ist ein toller Sport, aber Contador zeigt eben, dass alles noch so ist, wie in den guten alten Tagen.
spon-1309986622190 30.05.2015
4. naja
N sau geiler Sport. Wo anders wird auch nicht weniger gedopt!
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