Giro d'Italia T-Mobile entreißt Gerolsteiner Rosa Trikot

Gerolsteiner-Profi Stefan Schumacher hat auf der fünften Etappe die Führung verloren - an T-Mobile. Das Ullrich-Team verpasste beim Mannschaftszeitfahren knapp den Tagessieg, stellt mit Sergej Gontschar aber den neuen Gesamtersten.  Am schnellsten war die CSC-Equipe.


Cremona - Gontschar führt nun die Gesamtwertung mit sechs Sekunden Vorsprung vor dem Berliner Jens Voigt vom dänischen CSC-Team und dem zeitgleichen Michael Rogers (T-Mobile) an. Beim Mannschaftszeitfahren über 35 Kilometer von Piacenza nach Cremona südlich von Mailand setzte sich CSC in 36:56 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung vor T-Mobile um Kapitän Jan Ullrich durch. Die deutsche Mannschaft hatte auf den letzten 500 Metern Pech, dass Matthias Kessler nicht mehr mit seinen Teamkollegen mithalten konnte, mit leichter Verspätung über den Zielstrich fuhr und danach erst die Endzeit für T-Mobile genommen wurde.

T-Mobile-Fahrer Gontschar: "Wir sind ein super Team"
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T-Mobile-Fahrer Gontschar: "Wir sind ein super Team"

Gerolsteiner belegte in 37:59 Minuten Platz sechs unter 22 Mannschaften. Damit hat der bisherige Gesamtführende Schumacher das Rosa Trikot verloren. Der 24-Jährige war nach seinem Sieg auf der dritten Etappe am Montag im belgischen Namur an die Spitze des Feldes gefahren. "Wir haben alles gegeben. Es gibt aber für mich sicherlich noch schöne Etappen", sagte Schumacher.

"Ich bin außer mir vor Freude, dass es so gut gelaufen ist", sagte Ullrich. "Wir haben ein super Team", erklärte Gontschar, der seinen Kapitän mit zum Triumph bei der Tour de France (1. bis 23. Juli) führen will. "Natürlich ist das ein schöner Tag für uns", freute sich T-Mobile-Teamchef Olaf Ludwig. "Noch schöner wäre er gewesen, wenn uns mit dem Tagessieg der Doppelschlag gelungen wäre. Wir waren am Ende eindeutig die Stärksten." Für Rudy Pevenage, Sportlicher Leiter des Teams, war klar, wer an diesem Auftritt einen großen Anteil hatte: Ullrich. "Seine Form zeigt immer mehr nach oben", so Pevenage.

Das Mannschaftszeitfahren in der Po-Ebene, erstmals seit 1989 wieder im Giro-Programm, war die erste Etappe auf italienischem Boden nach dem diesjährigen Auftakt in Belgien. Am Freitag geht es auf der flachen siebten Etappe über 227 Kilometer von Busseto nach Forli Richtung Süden.

sge/sid/dpa



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