Giro d'Italia Spannung bis zum Schluss

Vor dem finalen Zeitfahren der Italien-Rundfahrt liegen die besten vier Fahrer weniger als eine Minute auseinander. Die 20. Etappe gewann der Franzose Thibaut Pinot, Nairo Quintana behauptete das Rosa Trikot.

Tom Dumoulin (r.), Nairo Quintana (M.) und Vincenzo Nibali (Archivbild)
DPA

Tom Dumoulin (r.), Nairo Quintana (M.) und Vincenzo Nibali (Archivbild)


Der Kolumbianer Nairo Quintana (Movistar) geht als Gesamtführender auf die Schlussetappe der 100. Giro d'Italia. Die größten Chancen auf den Gesamtsieg hat aber wohl dennoch der viertplatzierte Niederländer Tom Dumoulin. Der Kapitän des deutschen Sunweb-Teams weist vor dem abschließenden Einzelzeitfahren über 29,3 Kilometer von Monza nach Mailand einen Rückstand von 53 Sekunden auf und gilt von den Top-Fahrern als der mit Abstand stärkste Zeitfahrer. Vorjahressieger Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) ist 39 Sekunden hinter Quintana Gesamtzweiter, dicht gefolgt vom Franzosen Thibaut Pinot vom FDJ-Team, der 43 Sekunden zurückliegt.

Dumoulin kämpfte auf der letzten Bergetappe über 190 Kilometer von Pordenone nach Asiago vorrangig darum, seinen Rückstand in Grenzen zu halten. Den Tagessieg sicherte sich Pinot im Sprint einer kleinen Spitzengruppe vor dem Russen Ilnur Zakarin (Katusha-Alpecin) und Nibali. Quintana wurde zeitgleich Fünfter, Dumoulin erreichte 15 Sekunden zurück als Zehnter das Ziel.

Damit erlebt die Jubiläumsausgabe der Italien-Rundfahrt eines der spannendsten Finals ihrer Geschichte. Die ersten sechs Fahrer liegen lediglich 90 Sekunden auseinander und dürfen sich allesamt noch Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen. So ist Zakarin 1:15 Minuten zurück Fünfter, dicht gefolgt vom sechstplatzierten Italiener Domenico Pozzovivo (Ag2r La Mondiale, 1:30 Minuten).

Das erste Giro-Zeitfahren über 39,8 Kilometer hatte Dumoulin klar gewonnen. Nibali hatte dabei 2:07 Minuten auf den Niederländer verloren. Noch größer waren die Rückstände von Zakarin (2:19), Pinot (2:42), Quintana (2:53) und Pozzovivo (3:07).

lst/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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peter-11 27.05.2017
1.
Das waren zwei schwere Tage für Dumoulin in den Bergen. Toll gekämpft. Jetzt hat er den Sieg fast sicher ... wenn er keinen Sturz und keine Panne hat, sollte er die Rückstände wettmachen. Sehr spannend. (trotz der negativen Beiträge die ja noch zwangsweise hier auftauchen dürften ;-) )
ohgottogott 27.05.2017
2. Gefällt mir
Beeindruckend: keine Über-Fahrer mehr da - und nachvollziehbare Leistungsabstände. So gewinnt Radsport wieder Glaubwürdigkeit zurück und macht auch dem Zuschauer wieder Spaß Anscheinend hat tatsächlich mittlerweile zumindest eine gewisse Selbstreinigung bei den Profis stattgefunden. Nur weiter so
Pollowitzer 27.05.2017
3. @2
Ich gehe bei den engen Abständen eher davon aus das die "Qualität" des Dopings in den verschiedenen Teams gleich ist - ist nicht mehr so wie vor Jahren, das es unterschiedliche Mittel gab - und mir klingt noch die Aussage von Spitzenfahrern in den Ohren, daß man ohne Doping nicht vorne mitfahren kann. Für mich ist und bleibt Profiradeln eine Rummelsportart.
zivcoedge540 28.05.2017
4.
Zitat von PollowitzerIch gehe bei den engen Abständen eher davon aus das die "Qualität" des Dopings in den verschiedenen Teams gleich ist - ist nicht mehr so wie vor Jahren, das es unterschiedliche Mittel gab - und mir klingt noch die Aussage von Spitzenfahrern in den Ohren, daß man ohne Doping nicht vorne mitfahren kann. Für mich ist und bleibt Profiradeln eine Rummelsportart.
Aha, aber trotzdem die Artikel dazu lesen und vor allem kommentierten. Und für mich klingt Ihr Beitrag danach, dass Sie von Radsport noch weniger Ahnung als von der dt. Sprache haben, aber sich trotzdem mitteilen wollen....wenn man absolut keine Ahnung hat, einfach mal die....halten. Welche saubere Sportart ist denn Ihr Favorit, Wortakrobatik?
Pollowitzer 28.05.2017
5. @4
Wie kommst Du denn auf den schmalen Holzweg ich hätte den Artikel gelesen? Ich habe nur Bezug auf einen Leserbeitrag genommen und dabei aus meinem umfangreichen Wissen über den Profiradsport geschöpft - anstatt nur schriftlich zu grunzen bitte die geistige Kette mal rechts und nicht nur fragwürdige Vermutungen und das in einem Gang den Du nicht treten kannst. Ich steh auf Mikado
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