Golf Sergio Garcia lässt seinen Frust am Platz aus - und wird disqualifiziert

Der Spanier Sergio Garcia ist einer der besten Golfspieler der Welt, derzeit spielt er beim Turnier in Saudi Arabien mit. Oder besser: spielte. Denn der sonst so souveräne Profi hatte seine Gefühle nicht unter Kontrolle.
Sergio Garcia

Sergio Garcia

Foto: Ross Kinnaird/ Getty Images

Ein "Hacker" ist im Golfsport die Bezeichnung für einen schlechten Spieler, eben für einen, der sich mehr hackend über den Platz bewegt, als den Ball mit elegantem Schwung in Richtung Loch zu befördern.

Sergio Garcia hat wunderschönen Golfschwung, er ist rundum alles andere als ein Hacker. Der Spanier, 39 Jahre alt, hat in seiner Karriere 34 Turniere gewonnen, darunter das Masters 2017 in Augusta. Kein Spieler der Geschichte hat im Ryder Cup mehr Punkte gesammelt als er.

Wenn so ein guter Spieler rumhackt, dann aus Absicht. Genau das ist nun bei einem Golfturnier in Saudi Arabien geschehen. Garcia spielte am Samstag seine dritte Turnierrunde und war nicht zufrieden mit seiner Leistung. Seinen Ärger ließ er am Platz aus. Noch schlimmer: an einigen Grüns, den besonders kurz gemähten Flächen rund um das Loch, wo der Ball auf dem Boden ins Loch gespielt wird und Unebenheiten verheerende Auswirkungen haben.

Einige Gruppen, die hinter Garcia auf der Runde waren, wiesen den Veranstalter auf die beschädigten Grüns hin. Die European Tour, die das Turnier ausrichtet, disqualifizierte Garcia wegen "ernsthaften Fehlverhaltens". Laut Golfregel 1.2a ist jeder Spieler dazu verpflichtet, den Platz in einem guten Zustand zu lassen und ihm "keinen unnötigen Schaden zuzufügen".

Garcia, der laut des britischen "Telegraph" über 570.000 Euro Antrittsprämie für sein Erscheinen im Royal Greens Golf & Country Club erhalten haben soll, sagte anschließend: "Ich habe aus Frust ein paar Grüns beschädigt, wofür ich mich entschuldige. Und ich habe meine Mitspieler informiert, dass dies nie wieder vorkommen wird."

Doch es kann gut sein, dass die Angelegenheit für Garcia mit dieser Entschuldigung noch nicht vorbei ist. Für ähnliche Vergehen gab es in anderen Fällen in der Vergangenheit hohe Geldstrafen und mitunter sogar Spielsperren.

luk/dpa
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