Golf Strüver knapp am Sieg vorbei

Mit einem zweiten Platz in Portugal hat sich Golfprofi Sven Strüver wieder auf der European Tour Erinnerung gebracht. An der Algarve-Küste war nur Phillip Price aus Wales besser.


Sven Strüver: Mit ihm ist wieder zu rechnen
AP

Sven Strüver: Mit ihm ist wieder zu rechnen

Faro - Sven Strüver und Alexander Cejka haben sich nach langer Durststrecke wieder in der Spitze der europäischen Tour der Golfprofis zurückgemeldet. Strüver verpasste am Sonntag bei der "Algarve Portuguese Open" als Zweiter mit 275 Schlägen (70+70+65+70) wie der Münchner Cejka (278-70+73+70+65)nur knapp seinen vierten PGA-Titel. Zwei Schläge hinter dem Sieger Phillip Price aus Wales durfte sich der am Samstag noch führende Strüver mit rund 170.000 Mark trösten. Cejka konnte sich am Schlusstag mit einer glänzenden 65er-Runde noch auf den 7. Platz vorarbeiten und sorgte damit für das beste Ergebnis seiner bislang eher bescheiden verlaufenden Saison.

"Wenn die Putts endlich fallen"


Price, 34, feierte auf dem schwierigen Par-72-Platz des Golfclubs Quinta do Lago an der Atlantikküste mit 273 Schlägen (72+67+70+64) seinen zweiten Tour-Erfolg seiner Profi-Karriere und wiederholte dabei seinen Portugal-Open-Sieg von 1994. Der Waliser spielte zehn Birdies und verfehlte mit 64 Schlägen am Schlusstag den Platzrekord nur um einen Schlag. Nur der Ire Padraig Harrington konnte mit 275 Schlägen (64+70+71+70) wie Strüver mithalten.

Schlaggleich mit drei Konkurrenten und strotzend vor Selbstvertrauen war Strüver auf die Schlussrunde gegangen: "Wenn die Putts endlich fallen, kann ich auch gewinnen." So hatte der zur Zeit beste Deutsche hinter Bernhard Langer sich und die Konkurrenz vor dem Start angestachelt. Eine einzige Top-Ten-Platzierung neben den mittelmäßigen Ergebnissen zwischen Rang 33 und 67 in diesem Jahr ließen diese Prognose recht kühn erscheinen.

Auch Cejka mit dem besten Saisonergebnis


Doch Strüver kämpfte bis zuletzt, ließ sich nicht vom Auftakt-Bogey irritieren und zeigte mit fünf Birdies, dass er beim Putten auf den schwierigen Grüns wieder sein Gefühl für den Ball und die Grüns gefunden hat. Alexander Cejka scheint endlich auch über seinen Schatten springen zu können, der ihn seit seinen drei Siegen von 1995 verfolgt. Noch bei den Marokko Open hatte er vor zwei Wochen um 10 Schläge den Cut verpasst. Bei sommerlichen Temperaturen an der Algarve und einem leichten Wind feierte der gebürtige Tscheche mit deutschem Pass sein bestes Ergebnis.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.