US-Golfprofi Woods "Bekomme professionelle Hilfe"

US-Golfer Tiger Woods hat sich zur Behandlung in eine Suchtklinik begeben. Der Golfstar war Ende Mai in Polizeigewahrsam genommen worden, nachdem er unter Medikamenteneinfluss Auto gefahren war.

Tiger Woods
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Tiger Woods hat gut drei Wochen nach seiner Festnahme mit einer Behandlung in einer Entzugsklinik begonnen. "Ich bekomme professionelle Hilfe, um mich im Umgang mit den Medikamenten, meinen Rückenschmerzen und Schlafstörungen richtig zu verhalten", teilte der US-Amerikaner bei Twitter mit.

Woods meldete sich erstmals seit dem Vorfall in Jupiter, Florida, Ende Mai zu Wort. Der 41-Jährige war tief in der Nacht von einer Polizeistreife schlafend am Steuer seines beschädigten Fahrzeugs vorgefunden worden. Der frühere Weltranglistenerste hatte seinen Zustand mit einer heftigen Reaktion auf Medikamente begründet. Wie Untersuchungen ergaben, hatte Woods keinen Alkohol getrunken. Zur Anklageerhebung kommt es am 9. August.

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Tiger Woods: Abgestürzt

"Ich kann nicht sagen, wo er ist, aber er wird stationär behandelt", teilte Woods' Agent Leigh Steinberg dem TV-Sender ESPN mit. "Ich bedanke mich bei allen für die unglaubliche Unterstützung und das Verständnis, das gilt besonders für die Fans und die Spieler auf der Tour", so Woods.

Unter anderem hatte Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer im Zusammenhang mit der Festnahme zu mehr Respekt vor der Lebensleistung des US-Amerikaners aufgerufen. "Natürlich steht ein solcher Ausnahmesportler im Fokus der Öffentlichkeit. Aber warum behandelt man ihn so unfair? Er liegt auf dem Boden und man tritt noch auf ihn drauf", sagte Kaymer in einer Videobotschaft via Twitter.

Der 14-malige Major-Gewinner Woods hatte zuletzt sein Comeback auf der US-Tour wegen anhaltender Rückenprobleme auf unbestimmte Zeit verschieben müssen. Er wurde bereits viermal operiert. Woods ist einer der erfolgreichsten Golfer der Geschichte und einer der bestverdienenden Sportler der Welt.

lst/sid

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heinrich-wilhelm 20.06.2017
1. Armer Kerl
Er ist sicher nicht der erste Golfer,der durch Rückenprobleme gehandicapt ist. Anderseits wissen wir heute ,dass in vielen( zunehmend mehr) von Rückenproblemem zu schnell,zu oft und zT mit falscher Indikation operiert wird. Wenn ich lese,dass er bereits 4 mal am Rücken operiert wurde,kann die Ursache seiner derzeitigen Probleme auch Darin gesehen werden. Mit jeder Op steigt auch das Risiko für weitere Komplikationen. Drücken wir ihm die Daumen,dass sich alles zum Guten wendet.
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