Golf Mickelson gewinnt 9-Millionen-Dollar-Duell gegen Woods am 22. Loch

Nach 18 gespielten Löchern hatte das Duell zwischen Phil Mickelson und Tiger Woods noch keinen Sieger. Erst am vierten Playoff-Loch sicherte sich Mickelson das Preisgeld. Und ein bisschen Spaß für die Zukunft.

Phil Mickelson
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Phil Mickelson


Es war schon dunkel, als auf dem Shadow Creek Course in Las Vegas die Entscheidung im Duell zwischen Phil Mickelson und Tiger Woods fiel. Nach 18 Löchern lagen beide noch gleichauf. Erst ein Birdie-Putt von Mickelson am vierten Playoff-Loch brachte nach fünfeinhalbstündiger Show die Entscheidung - und knapp acht Millionen Euro (neun Millionen Dollar) für den Sieger.

"Es hätte nicht besser laufen können", sagte Woods nach dem Duell, das erstmals ausschließlich fürs Pay-TV konzipiert wurde. Für Mickelson, der den Großteil seiner Karriere im Schatten des Golf-Superstars spielte, war es ein besonderer Erfolg: "Du solltest wissen, dass ich dich das nie vergessen lassen werde", sagte er in Richtung Woods: "Es sind nicht die Masters oder die US Open, aber es ist schön, für die kommenden Jahre ein bisschen was in der Hinterhand zu haben, um dich zu ärgern."

Neben dem offiziellen Preisgeld aus dem Privatvermögen der beiden Golfstars hatten Woods und Mickelson Wetten abgeschlossen, darunter eine über eine Million Dollar für einen Eagle am neunten Loch, was jedoch keinem gelang. Mickelson konnte drei andere Wettbewerbe und weitere 600.000 Dollar (530.000 Euro) gewinnen, Woods strich 200.000 Dollar (175.000 Euro) ein, weil seinem Kontrahenten am ersten Loch kein Birdie gelang. Die Summe von 800.000 Dollar fließt nun an wohltätige Zwecke.

Ob dieses TV-Show-Format Mann gegen Mann mit nur 700 geladenen Gästen auf dem Platz im Profi-Golfsport Nachahmer finden wird, bleibt fraglich. Sowohl Mickelson als auch Woods gaben zu Protokoll, dass etwa Wetten auf der regulären PGA-Tour nichts verloren haben. "Es fühlte sich wie eine Trainingsrunde an, jedoch stand mehr auf dem Spiel", sagte Mickelson.

sak/AP/Reuters/dpa



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meresi 24.11.2018
1. Spendengeld
ich nehme an ein Teil des Geldes wird an bedürftige Golfer gespendet. Ansonsten wäre dieses Spektakel umsonst gewesen.
answercancer 24.11.2018
2. Andere hungern
und die schliessen wetten medienwirksam ab .Der golfverband müsste einschreiten und so etwas verhindern. Fussballer dürfen auf eigene Spiele auch nicht wetten .
qwertreiber 24.11.2018
3. Wettspiel mit KPMG-Cap ...
Als Mitglied der Geschäftsführung der Wirtschaftspüfungsgesellschaft KPMG hätte ich darauf bestanden, dass bei einem Wettspiel nit hohem Geldeinsatz kein Logo zu sehen ist. Geldwetten und Wirtschaftsprüfung passen meines Erachtens nicht zusammen - und zwar gar nicht.
janfred 24.11.2018
4. As usual
Im Golfsport wird bei privaten Runden schon immer gewettet, bzw bei Lochgewinn, double boogie oder Schlag ins Aus ein vorher festgesetzter Betrag oder ein paar Runden am 19.Loch fällig. Ein privates Spiel aber auch noch im Pay TV zu bringen... Bei einem Turnier hat ein Zuschauer niemals die Chance alle 18 Löcher seines Idols Schlag für Schlag zu erleben. Bei diesem match war das Interesse sicher enorm. Selbst wenn man die Wetten weggelassen hätte.
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