Volvo Ocean Race "Groupama" gewinnt Regatta um die Welt

Fast acht Monate dauerte das Rennen um den Globus, am Ende hatte eine Yacht aus Frankreich die Nase vorn: Die Crew der "Groupama" hat das Volvo Ocean Race 2011/12 gewonnen. Der einzige deutsche Teilnehmer musste sich nach 40.000 Seemeilen mit dem dritten Platz zufrieden geben.

Todd Paul/Volvo Ocean Race

Hamburg - Die besten Hochseesegler der Welt kommen aus Frankreich. Die Crew der "Groupama" um Skipper Franck Cammas hat das Volvo Ocean Race 2011/12 gewonnen. Für den Erfolg reichte dem Team auf der letzten Etappe von Lorient (Frankreich) nach Galway (Irland) ein zweiter Platz. Das abschließende Hafenrennen in dem irischen Küstenort am Samstag wird dadurch bedeutungslos.

"Ein Traum geht in Erfüllung", jubelte Franck Cammas nach der Ankunft in Galway in der Nacht zum Dienstag, "ich hatte es vor der Regatta nicht für möglich gehalten, dass wir sie gewinnen können. Das ist ein großer, sehr bewegender Moment für das ganze Team."

Es ist der dritte französische Sieg im elften Rennen um den Globus seit 1973/74. 2001/02 hatte die Leverkusener Yacht "illbruck" gewonnen. Diesmal war Michael Müller an Bord der "Puma" als einziger Deutscher dabei. Nach Rang zwei im Jahr 2009 blieb ihm der erhoffte Triumph versagt. Sein Team unter Leitung von US-Skipper Ken Read musste sogar noch den neuseeländischen Etappensieger "Camper" um Chris Nicholson passieren lassen und sich mit Bronze begnügen. Der sechs Monate führenden "Telefoníca" des Olympiasiegers Iker Martínez blieb in Galway und erreichte insgesamt nur den undankbaren vierten Platz. Ein doppelter Ruderbruch auf der Transatlantiketappe hatte die Spanier weit zurückgeworfen.

Die sechs Teams der Regatta um die Welt waren im Oktober 2011 gestartet und legten auf neun Langstreckenetappen und ebenso vielen Hafenrennen insgesamt 40.000 Seemeilen zurück. Die zweite Etappe von Kapstadt nach Abu Dhabi musste wegen der Bedrohung durch Piraten vor der somalischen Küste durch eine Passage unterbrochen werden, bei der die Yachten auf Frachtschiffe geladen wurden.

Die nächste Ausgabe des Rennens soll 2014/15 stattfinden. Dann gehen die Teams in baugleichen Yachten an den Start, die nicht nur zuverlässiger und sicherer, sondern auch noch etwas schneller sein sollen. Im laufenden Rennen hatte es zahlreiche Ausfälle durch Mastbrüche und schwere Rumpfschäden gegeben. Außerdem sind künftig nur noch acht Crewmitglieder und sieben verschiedene Segel erlaubt. Das soll die Kosten für eine Kampagne auf 12 bis 15 Millionen Euro senken und nach diesmal sechs zukünftig wieder mindestens acht bis zehn Teilnehmer anziehen. Die neue Route um die Welt wird im Dezember bekanntgegeben.

syd



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