Grünes Wasser in Rio Wasserballer klagen über brennende Augen

Jetzt auch der Pool der Wasserballer: In einem zweiten Becken hat in Rio die Wasserfarbe von Blau zu Grün gewechselt. Es bestehe kein Gesundheitsrisiko, heißt es. Doch die ersten Athleten klagen über Schmerzen.
Gergo Zalanki (vorn) beim Spiel gegen Griechenland

Gergo Zalanki (vorn) beim Spiel gegen Griechenland

Foto: LASZLO BALOGH/ REUTERS

Auch das zweite Becken im olympischen Wassersportstadion in Rio de Janeiro hat die Farbe gewechselt. Nach dem Becken der Turmspringer ist jetzt auch das Wasser im Nachbarpool nun grün statt blau.

Die plötzliche Verfärbung sorgt für Rätselraten. Sind Algen daran Schuld? Chemikalien? Oder eine technische Panne? Die Antwort lautet: Es ist wohl eine Mischung aus allem.

Hauptgrund für die Verfärbung soll ein technischer Defekt sein. In den Wassertanks hätten einige der Chemikalien gefehlt, die normalerweise beim Prozess der Wasseraufbereitung benutzt werden, teilte der Schwimm-Weltverband Fina mit. Der veränderte pH-Wert des Wassers habe dann den Farbwechsel ausgelöst.

"Die chemische Zusammensetzung des Wasser hat sich verändert", bestätigte der Sprecher des Organisationskomitees, Mario Andrada. Daran sei auch eine Algenvermehrung schuld. "Und es war auch wegen der Hitze und zu wenig Wind." Man habe versäumt, den Zustand des Wassers aufmerksamer zu kontrollieren.

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Für die Athleten besteht nach Angaben der Veranstalter kein Gesundheitsrisiko. Doch mehrere Wasserballer klagen seit der Farbveränderung über brennende Augen. "Meine Augen schmerzen von dem Wasser, das ist nicht gut", sagte Ungarns Wasserballspieler Gergo Zalanki nach dem Spiel gegen Griechenland.

Auch dem amerikanischen Wasserballer Tony Azevedo brannten nach dem Sieg gegen Frankreich die Augen. "Das sind die Olympischen Spiele und sie tun so viel Chlor ins Wasser, dass man nichts sehen kann. Das kann nicht sein", beschwerte er sich. Dass jetzt vermehrt Chlor in den Pools eingesetzt wird, ist von offizieller Seite aus nicht bestätigt.

Den meisten Synchronspringern schien das grüne Wasser wenig auszumachen. "Das ist dann eher Springen wie in einen See, aber die Sichtbedingungen waren für uns okay", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow. "Es ist weiter Wasser, ob grün oder blau."

mon/vet/dpa/sid