Hallen-DM Hickhack um Baumann-Start

Dieter Baumann hofft trotz seiner Dopingsperre auf einen Start bei den deutschen Hallen-Meisterschaften am Wochenende in Dortmund.


Dieter Baumann will in Dortmund starten
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Dieter Baumann will in Dortmund starten

Hamburg - Der Vorsitzende des DLV-Rechtsausschusses, Wolfgang Schoeppe, hat am Dienstag einem Eilantrag von Baumanns Anwalt Michael Lehner auf Startrecht für seinen Mandanten stattgegeben. Allerdings hat das Präsidium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gegen diesen Beschluss am Mittwoch Beschwerde eingelegt. Der Rechtsausschuss muss nun voraussichtlich am Freitag über eine Teilnahme des wegen Dopings bis zum 21. Januar 2002 gesperrten Olympiasiegers von 1992 entscheiden.

Der Ausgang im Fall Baumann ist offen. In dringlichen Angelegenheiten hat der Vorsitzende des Rechtsausschusses die Möglichkeit, allein eine Entscheidung zu treffen. Dies hat Wolfgang Schoeppe getan. Er begründete seinen Spruch laut Baumann-Anwalt Lehner damit, dass das im vergangenen September in Sydney vom Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) gefällte Urteil gegen Baumann "rechtswidrig" und nach deutschen Maßstäben nicht haltbar sei. "Der DLV muss sich an dieses Ergebnis halten", fordert Lehner, "wenn nicht, wäre dies ein verbandsrechtlicher Skandal."

In Sydney war Baumann im September vergangenen Jahres vom Schiedsgericht des Weltverbandes IAAF nach zwei positiven Dopingproben vom 19. Oktober und 12. November 1999 rückwirkend für zwei Jahre bis zum 21. Januar 2002 gesperrt und von den Olympischen Spielen ausgeschlossen worden. Das Gremium hatte den durch den DLV-Rechtsausschuss gefällten Freispruch vom 13. Juli 2000 aufgehoben.



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