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27. Juli 2018, 13:07 Uhr

Blaualgen-Alarm in der Alster

Schwimmen beim Ironman in Hamburg abgesagt

Wegen einer zu hohen Blaualgen-Konzentration im Wasser muss das Schwimmen beim Ironman in Hamburg ausfallen. Die Athleten laufen nun doppelt - können sich jedoch nach wie vor für die WM auf Hawaii qualifizieren.

Duathlon statt Triathlon: Der Ironman in Hamburg wird in diesem Jahr ohne das Schwimmen stattfinden. Grund dafür ist die zu hohe Konzentration von gesundheitsgefährdenden Blaualgen in der Alster durch die große Hitze der vergangenen Wochen. Das teilten die Organisatoren am Freitag mit.

Die Athleten starten nun mit einem sechs Kilometer langen Lauf, bevor der Wettkampf wie üblich mit 180 Kilometer Radfahren weitergeht und mit einem Marathon endet. Trotz der Änderung gelte der Wettkampf am Sonntag als Qualifikation für die WM im Oktober auf Hawaii und als deutsche Meisterschaft, betonte Björn Steinmetz, Geschäftsführer der Ironman Germany.

Durch die Umstellung ändert sich auch der Zeitplan: Die Profi-Männer starten am Sonntag (29. Juli) um 7.00 Uhr, die Frauen beginnen zwei Minuten später. Der Start ist am Hamburger Jungfernstieg. Der Ironman in Hamburg hatte vor einem Jahr seine Premiere in der Hansestadt gefeiert.

Video: Blaualgen-Alarm an der Ostseeküste

Die Änderung wirkt kurios. Zur Erinnerung: Die Schwimmdistanz beim Ironman beträgt 3,86 Kilometer. Der US-Amerikaner Jarrod Schoemaker legte die Strecke in 39:17 Minuten bisher am schnellsten zurück. Für knapp sechs Kilometer Laufen brauchen gute Athleten unter 25 Minuten.

Der Veranstalter rechnet laut eigenen Angaben mit schnelleren Ankunftszeiten. Sollte die Weltbestzeit der Ironman-Serie fallen (7:40:23, Tim Don im Jahr 2017), würde die Zeit aber nicht als neuer Rekord anerkannt werden, da nicht die komplette Ironman-Distanz erfüllt worden wäre.

Die Reaktionen der Athleten fielen laut Organisator "gemischt" aus. Grundsätzlich habe es aber Verständnis für die Entscheidung gegeben, da eine Gesundheitsgefährdung vorliegt. Vorjahressieger James Cunnama begrüßte die Entscheidung, das Schwimmen abzusagen. "Kein Problem", sagte der Südafrikaner.

In Hamburg habe man sich für den sechs Kilometer langen Ersatz-Lauf unter anderem deswegen entschieden, da dieser zum Streckenaufbau passen würde. Das teilte der Veranstalter auf Anfrage des SPIEGEL mit.

tip/jan/dpa

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