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01. Februar 2017, 16:10 Uhr

Manipulationsskandal im Handball

Bewährungsstrafe für Karabatic-Brüder

Zwei Monate Gefängnis auf Bewährung, 10.000 Euro Geldstrafe - die Handballstars Nikola und Luka Karabatic sind wegen ihrer Beteiligung an einem Wettskandal verurteilt worden.

Die beiden französischen Handballer Nikola und Luka Karabatic sind drei Tage nach ihrem Triumph mit der Nationalmannschaft bei der Heim-WM von einem Berufungsgericht in Montpellier zu jeweils zwei Monaten Gefängnis auf Bewährung und einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt worden. Der Richter ahndete damit ihre Verwicklungen in einen Wettskandal.

Die beiden Weltmeister wurden für schuldig befunden, an einer Spielmanipulation in der höchsten französischen Liga beteiligt gewesen zu sein. Im Mai 2012 hatten die Karabatic-Brüder mit ihrem damaligen Team Montpellier HB überraschend bei Abstiegskandidat Cesson-Rennes Métropole HB 28:31 verloren. Wenig später geriet eine Gruppe von 14 weiteren Personen unter Verdacht, mit selbst oder durch Angehörige platzierten Wetten auf einen Halbzeitrückstand Geld kassiert zu haben.

In der ersten Instanz waren Nikola Karabatic zu 10.000 und der jüngere Luka zu 15.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden, eine Bewährungsstrafe war jedoch nicht verhängt worden. Dagegen legte der Generalstaatsanwalt Berufung ein und forderte jeweils 40.000 Euro Strafe. Die Gruppe soll durch ihre illegale Aktion mehr als 100.000 Euro verdient haben.

Auch sportlich waren die beiden Handballer bestraft worden, sie wurden 2013 für je sechs Spiele gesperrt. Nikolas Sperre wurde jedoch später aufgehoben. Die Karabatic-Brüder haben eigene Wetteinsätze (Luka) beziehungsweise Einsätze durch die Freundin (Nikola) zugegeben, die absichtliche Niederlage ihres Teams und den Vorwurf des Betrugs aber bestritten.

bka/dpa

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