Handball DHB-Auswahl erwartet ein ganz heißer Tanz

Das Viertelfinalspiel gegen Jugoslawien ist der erste echte Prüfstein für die deutsche Mannschaft auf dem Weg zum angestrebten Medaillengewinn.

Und wieder greift die Politik in den Sport ein: Die Aussicht auf einen Frieden im Kosovo beflügelt Jugoslawiens Handballer vor dem WM-Viertelfinale gegen die deutsche Nationalmannschaft. "Die politische Entwicklung hat die Spieler enorm motiviert. Das wird eine ganz, ganz heiße Sache", sagt Bundestrainer Heiner Brand vor der Partie am Freitag (18.30 Uhr).

Die Gelegenheit, bei der Weltmeisterschaft in Ägypten ein Stück internationales Ansehen zurückzugewinnen, hat die Mannschaft von Trainer Zoran Zivkovic zusammengeschweißt. Olympiasieger Kroatien mußte nach einer 23:30-Packung im Achtelfinale die Heimreise antreten.

Ohne Angst, aber mit dem nötigen Respekt wird die DHB-Auswahl die Sache angehen. Die jugoslawische Mannschaft sei nicht mit der zu vergleichen, die Deutschland auf dem Weg zu EM-Bronze 1998 in Italien mit 29:22 bezwang, meinte Brand. Einen inoffiziellen Test unmittelbar vor WM-Beginn in Kairo hatte die deutsche Mannschaft 26:28 verloren.

Nach Siegen gegen recht unorthodox agierende Gegner hat Brand nun Bedenken, ob seine Recken die Umstellung schaffen, wenn es am Freitag erstmals gegen einen Gegner geht, "der normal Handball spielt". Recht gelassen sieht das hingegen Stefan Kretzschmar: "Wir dürfen uns eben nicht überraschen lassen."

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