Handball-EHF-Cup Gummersbach holt Europapokal

Erster europäischer Erfolg nach 26 Jahren: Der VfL Gummersbach hat auch das Finalrückspiel des EHF-Cups gegen den slowenischen Meister RK Gorenje Velenje für sich entschieden und sicherte sich den Titel. Beste VfL-Torschützen waren Momir Ilic und Vedran Zrnic.

Hamburg - Handball-Bundesligist VfL Gummersbach hat zum zweiten Mal den EHF-Pokal und damit den ersten europäischen Titel seit 26 Jahren gewonnen. Im Final-Rückspiel gegen den slowenischen Meister RK Gorenje Velenje kamen die Gummersbacher zu einem 26:22 (16:8) und machten damit nach dem 29:28 vor einer Woche den Sieg in der heimischen Kölner WM-Arena perfekt.

VfL-Spieler Alvanos (r.) und Gunnarsson: Große Freude

VfL-Spieler Alvanos (r.) und Gunnarsson: Große Freude

Foto: DPA

Vor 14.231 Zuschauern in der Kölner WM-Arena präsentierten sich die Gastgeber von Beginn an als deutlich aktivere Mannschaft. Die Slowenen agierten sichtlich nervös und scheiterten bei hektisch abgeschlossenen Angriffen häufig am hervorragenden VfL-Torwart Goran Stojanovic. Der VfL nutzte die Fehler des Gegners und zog bis zur 20. Minute auf 11:3 davon. Mit 16:8 ging es in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang wurde der Spielfluss der Gummersbacher oft durch Fouls unterbrochen, die Gäste versuchten, über verstärkten körperlichen Einsatz ins Spiel zu finden. Doch die Gastgeber zeigten sich von den Bemühungen der Slowenen unbeeindruckt. Gummersbacher hielt dagegen und Velenje bis zum Schlusspfiff auf Distanz. Bester VfL-Werfer waren Momir Ilic und Vedran Zrnic mit jeweils sieben Toren.

1982 hatten die Gummersbacher den damals noch als IHF-Pokal geführten Wettbewerb zum ersten Mal gewonnen. Den letzten Triumph auf internationaler Ebene hatte der VfL 1983 im Europapokal der Landesmeister gefeiert. Der letzte Titelgewinn überhaupt war die zwölfte deutsche Meisterschaft 1991. Damit nimmt 2009 zum 15. Mal ein deutscher Verein die Trophäe mit nach Hause.

Seit 2004 triumphierten im EHF-Pokal mit den Bundesligisten THW Kiel, Tusem Essen, TBV Lemgo, SC Magdeburg, der HSG Nordhorn sowie Gummersbach sechs deutsche Clubs in Folge.

jar/sid
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