Handball-EM der Frauen Deutschland droht frühes Aus

Deutschlands Handballerinnen haben auch das zweite Spiel der Europameisterschaft in Serbien verloren. Das DHB-Team von Bundestrainer Heine Jensen unterlag Ungarn. Am Freitag muss nun ein Sieg gegen Kroatien her, um noch die Hauptrunde zu erreichen.

DHB-Kreisläuferin Anja Althaus (r.): Erneute Niederlage bei der EM
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DHB-Kreisläuferin Anja Althaus (r.): Erneute Niederlage bei der EM


Hamburg - Die deutschen Handballerinnen stehen bei der Europameisterschaft in Serbien vor dem Aus. Die Mannschaft von Bundestrainer Heine Jensen unterlag dem ehemaligen Europameister Ungarn in Novi Sad nach einem Leistungseinbruch in der zweiten Halbzeit mit 21:24 (14:11). Marlene Zapf war mit fünf Toren beste deutsche Werferin. Nach der Auftaktniederlage gegen Spanien (20:23) ist die deutsche Auswahl punktlos Tabellenletzter der Gruppe C.

Um noch eine Chance auf den Einzug in die Hauptrunde zu haben, muss die deutsche Mannschaft das abschließende Vorrundenspiel am Freitag gegen Kroatien gewinnen. (20.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE)

Das junge deutsche Team startete vielversprechend. Nach Tempogegenstößen kam es immer wieder zu leichten Toren. So sorgte Kerstin Wohlbold nach acht Minuten für die 6:1-Führung. In der Folge schlichen sich aber Unkonzentriertheiten ein. Angetrieben von ihrem Topstar Anita Görbicz kämpften sich die Ungarinnen Tor um Tor bis auf 10:11 heran. Doch die Mannschaft von Jensen konnte den Vorsprung bis zur Pause wieder auf drei Treffer ausbauen.

Nach dem Wechsel dann der Bruch im Spiel. Über sieben Minuten blieb die DHB-Auswahl zu Beginn der zweiten Halbzeit ohne eigenen Treffer. Ungarn nutzte diese Schwächephase und glich nach 37 Minuten zum 14:14 aus.

Besonders im Angriff fand die DHB-Auswahl lange Zeit kein probates Mittel. Die Ungarinnen gingen 20:18 in Führung (47.). Torhüterin Katja Schülke hielt Deutschland mit ihren Paraden zwar im Spiel, doch im Angriff wurden selbst Großchancen nicht genutzt.

"Defensiv war das wieder ganz in Ordnung, aber wir belohnen uns nicht. Wir haben einfach eine zu schlechte Chancenverwertung. Obwohl wir gut decken, bekommen wir fünf, sechs Tore aus Situationen, auf die wir uns vorbereitet hatten. Jetzt haben wir am Freitag gegen Kroatien eine letzte Chance. Da müssen wir alles reinlegen", sagte Jensen.

rob/sid



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