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Handball-EM: Episches Spiel in der Jahrhunderthalle

Foto: Jens Wolf/ dpa

Handball-EM Deutschland gewinnt gegen Dänemark - und steht im Halbfinale

Die Überraschung ist perfekt: Deutschland hat das letzte Gruppenspiel bei der Handball-EM 25:23 gegen Dänemark gewonnen. Damit steht die DHB-Auswahl im Halbfinale gegen Norwegen.

Durch einen 25:23 (12:13)-Sieg gegen Dänemark hat Deutschland das Halbfinale der Handball-Europameisterschaft erreicht. In der Jahrhunderthalle von Breslau setzte sich die DHB-Auswahl vor 6.500 Zuschauern dank einer starken Schlussphase durch. Steffen Fäth war mit sechs Toren bester Schütze der deutschen Mannschaft, bei der Torwart Andreas Wolff mit zahlreichen Paraden glänzte. Für Dänemark traf Mikkel Hansen siebenmal.

Eine Niederlage hätte trotz vorheriger Siege über Ungarn und Russland das Turnieraus für die Deutschen bedeutet, bei einem Unentschieden wäre es auf das Ergebnis des nachfolgenden Spiels zwischen Spanien und Russland angekommen. Durch den Sieg steht Deutschland aber in der Runde der letzten vier. Am Freitag in Krakau geht es dann um den Einzug ins Endspiel. Der Gegner der Deutschen ist Norwegen.

Dänemark startete zunächst stark und legte einige Tore vor. Die DHB-Auswahl blieb jedoch dran und konnte nach 13 Minuten erstmals selbst die Führung für sich verbuchen, als Rune Dahmke einen Konter erfolgreich abschloss. Zur Pause führten die Skandinavier, die durch den Spielplan des Turniers drei Spiele innerhalb von vier Tagen absolvieren mussten, 13:12.

Entscheidende Auszeit

Im zweiten Durchgang wechselte die Führung mehrfach. Beim Stand von 21:21 nahm Trainer Dagur Sigurdsson eine Auszeit, um seine Mannschaft auf die letzten zehn Minuten einzuschwören. Starke Paraden von Torhüter Andreas Wolff von der HSG Wetzlar und Tore von Julius Kühn und Martin Strobel sorgten dafür, dass die deutsche Mannschaft einen Zwei-Tore-Rückstand egalisieren konnte. Bei 23:23 ging es in die letzten drei Minuten des Spiels.

In diesen hatten die erschöpften Dänen nichts mehr zuzusetzen und mussten mit ansehen, wie die deutsche Mannschaft die entscheidenden beiden Treffer durch Fabian Wiede und Tobias Reichmann erzielte. Dass der Flensburger Anders Eggert Magnussen zwischen den beiden Toren den Pfosten traf, bedeutete letztlich die Entscheidung 55 Sekunden vor dem Schlusspfiff.

Während Deutschland mit dem Schlusspfiff in die Vorschlussrunde einzog, ist der zweifache Europameister Dänemark ausgeschieden. Das zweite Halbfinalspiel bestreiten die Ex-Weltmeister Spanien und Kroatien.

rae
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