Handball-EM Frankreich und Spanien siegen, DHB-Team droht Hens-Ausfall

Erste Punkte in der Hauptrunde: Europameister Frankreich gelang bei der Handball-Europameisterschaft in Serbien gegen Slowenien ein Sieg. Spanien gewann gegen Kroatien. Außerdem: Die deutsche Nationalmannschaft muss womöglich auf Pascal Hens verzichten.

Französische Handballer: Erfolg gegen Slowenien
AFP

Französische Handballer: Erfolg gegen Slowenien


Hamburg - Titelverteidiger Frankreich hat bei der Handball-Europameisterschaft in Serbien seine minimale Halbfinalchance gewahrt. Der Olympiasieger und Weltmeister feierte am ersten Hauptrundenspieltag der Gruppe II in Novi Sad trotz einer erneut wenig überzeugenden Leistung einen 28:26 (14:15)-Sieg gegen Slowenien und kam damit zu seinen ersten beiden Punkten.

Die Franzosen, die mit 0:4 Zählern in die Hauptrunde eingezogen waren, müssen aber wohl auch ihre verbleibenden Begegnungen gegen Vizeeuropameister Kroatien am Dienstag und am Mittwoch gegen Island für sich entscheiden, um im Titelkampf zu bleiben.

Frankreich hatte in der Schlussphase Glück. Beim Stand von 27:26 vergaben zunächst Bertrand Gille und danach Daniel Narcisse ihre Würfe, allerdings konnten die Slowenen diese Chancen nicht zum Ausgleich nutzen. Xavier Barachet war mit sechs Treffern bester Werfer beim Europameister, bei den Slowenen traf Luka Zvizej ebenfalls sechsmal.

Spanien triumphiert, Hens krank im Bett

Dagegen haben die Spanier nach einem 24:22 (11:14) gegen den zuvor ebenfalls noch unbesiegten Vizeeuropameister Kroatien beste Chancen auf den Einzug in die Runde der letzten Vier. Mit 5:1 Punkten übernahm Spanien die Tabellenführung vor den Kroaten (4:2).

Nach einem guten Start der Spanier vor 8000 Zuschauern bauten die Kroaten um den früheren Welthandballer Ivano Balic ihre Führung auf 8:4 aus. Danach verlief die Partie ausgeglichener. In der spannenden Schlussphase glückte den Spaniern beim Stand von 22:22 mit zwei Treffern die Entscheidung. Tomas Victor war mit fünf Toren bester Werfer der Spanier, bei den Kroaten traf Ivan Cupic ebenfalls fünfmal.

Einen Dämpfer erhielt Ungarn. Nach dem 21:27 (10:14) gegen Island muss das Team von Trainer Lajos Mocsai, das zuletzt noch Frankreich geschlagen hatte (26:23), um den Halbfinal-Einzug bangen. Mit 3:3 Punkten liegen die Ungarn nur noch einen Zähler vor Island, das seine ersten Punkte einfuhr. Bester Torschütze bei den Ungarn war Gabor Császár mit sieben Treffern. Bei den Isländern trafen Gudjón Valur Sigurdsson und Arnór Atlason (je 5) am häufigsten.

In der Hauptrundengruppe I hatte die deutsche Nationalmannschaft am Samstagabend in einem spannenden Spiel gegen Serbien einen Punkt geholt. Damit führt die Mannschaft von Trainer Martin Heuberger mit fünf Punkten an. In der zweiten Partie am Montag in Belgrad gegen Dänemark (18.20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) muss das deutsche Team möglicherweise auf Kapitän Pascal Hens verzichten. Der linke Rückraumspieler liegt mit Magen-Darm-Problemen im Bett.

Sollte Deutschland das Halbfinale erreichen, ist dem Team die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2012 kaum noch zu nehmen. Sicher in London dabei ist Tunesien. Das Land hat sich durch den Gewinn der Afrikameisterschaft für das olympische Handball-Turnier qualifiziert. Die Nordafrikaner setzten sich im Endspiel im marokkanischen Rabat 23:20 (12:6) gegen Algerien durch. Der Finalist nimmt an einem der Qualifikationsturniere teil.

ham/jar/dpa/dapd/sid



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