Handball-Champions-League Füchse und Titelverteidiger HSV trennen sich remis

Unentschieden im deutschen Duell um die Handball-Champions-League: Titelverteidiger HSV hat sich in Berlin eine gute Ausgangsposition für das entscheidende Qualifikations-Rückspiel erarbeitet.

HSV-Profi Joan Canellas (l.), Berlins Denis Milan Spoljaric: Hartes Duell
DPA

HSV-Profi Joan Canellas (l.), Berlins Denis Milan Spoljaric: Hartes Duell


Hamburg - Die Füchse Berlin und Titelverteidiger HSV Hamburg haben sich im Qualifikationshinspiel für die Handball-Champions-League unentschieden getrennt. Das 30:30 (15:18) bringt den HSV für das Rückspiel am Freitag in Hamburg (19 Uhr) aber in die bessere Ausgangsposition. Bester Werfer der Gäste war Hans Lindberg mit sechs Toren, bei Berlin erzielten Pavel Horak und Konstantin Igropulo (beide 6) die meisten Treffer.

Die Hamburger, die im Juni die Champions League gewonnen hatten, wurden ihrer leichten Favoritenrolle zu Beginn gerecht und fanden immer wieder die Lücken in der unsicheren Berliner Abwehr. Nach 15 Minuten führte das Team von Trainer Martin Schwalb vor allem dank Petar Djordjic 12:6, auch HSV-Keeper Johannes Bitter zeigte eine starke Leistung.

Eine Vorentscheidung fiel aber nicht. Stattdessen brachte Jesper Nielsen die Füchse von Trainer Dagur Sigurdsson in Führung (14:13). Vom plötzlichen Offensivdrang der Berliner überrascht, verlor Europas bestes Team der abgelaufenen Saison plötzlich seine Souveränität und geriet bis zur Halbzeit mit 15:18 in Rückstand.

In der weiterhin temporeichen zweiten Hälfte schafften die Hamburger neun Minuten vor dem Ende erneut den Ausgleich (26:26), konnten bis zum Schluss aber nicht vorbeiziehen.

Die wohl spannendste Personalfrage der Bundesliga hatten die Berliner bereits vor dem Spiel geklärt. Nach wochenlangem Hin und Her verlängerte Torhüter Silvio Heinevetter, der in der Schlussphase mit einigen Glanzparaden auftrumpfte, seinen Vertrag in der Hauptstadt bis 2018. Auch der HSV war am Nationalspieler interessiert.

Da der Titelverteidiger in der Champions League nicht automatisch einen Startplatz für die folgende Saison erhält, spielen der HSV und der Bundesliga-Vierte aus Berlin überhaupt den vierten deutschen Teilnehmer erstmals im direkten Duell aus. Der Sieger nimmt an der Gruppenphase teil und trifft auf Vizemeister SG Flensburg-Handewitt, Aalborg Handball (Dänemark), RK Gorenje Velenje (Slowenien), La Rioja (Spanien) und einen weiteren Qualifikanten.

Neben Flensburg sind bereits Meister THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen als deutsche Vertreter qualifiziert.

max/sid



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