Handball Kiel deklassiert Lemgo, Hamburg schlägt Nordhorn

Erfolgreiche Nordclubs: Der THW Kiel hat mit einem überzeugenden Sieg gegen Lemgo die Tabellenführung der Handball-Bundesliga verteidigt. Auch der HSV Hamburg feierte in Nordhorn einen wichtigen Erfolg. Die Rhein-Neckar Löwen zogen in die Gruppenphase der Champions League ein.


Hamburg - Der THW Kiel bleibt Tabellenführer der Handball- Bundesliga. Mit einer Gala des Schweden-Duos Stefan Lövgren und Markus Ahlm deklassierte der deutsche Meister am Sonntag im Spitzenspiel den bisherigen Tabellendritten TBV Lemgo 33:23 (18:11). 10.250 Zuschauer bejubelten Glanzparaden von Torhüter Thierry Omeyer sowie die Treffer von Lövgren (7/2) und Ahlm (10) für den Rekordmeister, der als einziges Team weiter unbesiegt ist. "Wir haben heute sehr gut gespielt, es war vielleicht das beste Spiel in dieser Saison", sagte THW-Trainer Alfred Gislason.

Kieler Lövgren: Sieben Treffer gegen Lemgo
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Kieler Lövgren: Sieben Treffer gegen Lemgo

Im Schatten Kiels hat der HSV Hamburg seine Aufholjagd aus dem Mittelfeld fortgesetzt. Beflügelt vom Einzug in die Hauptrunde der Champions League feierte der Vorjahresdritte bei der HSG Nordhorn einen 33:29 (13:17)-Prestigeerfolg und brachte dem EHF-Pokalsieger die erste Heimniederlage bei. "In der zweiten Hälfte haben wir gut gekämpft und standen in der Abwehr gut. Das hat schon Spaß gemacht", sagte Marcin Lijewski, der mit sieben seiner acht Treffer im zweiten Durchgang neben Torhüter Per Sandström der Matchwinner war.

Derweil ist die SG Flensburg-Handewitt auf dem besten Weg, Kiel und Hamburg in die zweite Gruppenphase der Champions League zu folgen. Die Norddeutschen feierten trotz glanzloser Leistung mit dem 34:25 (14:15) bei Haukar Hafnarfjördur in Island ihren ersten Auswärtssieg der Saison in der Königsklasse. "Wir haben zwei Punkte geholt und letztlich einen klaren Neun-Tore-Erfolg gefeiert", sagte der achtfache Torschütze und Spielmacher Thomas Mogensen. Mit einem Erfolg am kommenden Sonntag gegen MKB Veszprem (Ungarn) würden sich die Flensburger sogar den Gruppensieg sichern.

Um diesen kämpfen in der Gruppe H auch die Rhein-Neckar Löwen, die nach dem 35:28 (15:13) gegen Pick Szeged aus Ungarn punktgleich Zweiter hinter dem HC Osiguranje Zagreb und somit ebenfalls in der Hauptgruppe sind. Die Löwen führten vor 1761 Zuschauern in der Rhein-Neckar Halle von Beginn an, konnten sich aber nie entscheidend absetzen. Erst als bei den ersatzgeschwächten Gästen die Kräfte zu schwinden begannen, dominierten die Löwen die Begegnung deutlicher und kamen am Ende zu einem klaren Sieg. Bester Werfer bei den Badenern war Grzegorz Tkaczyk mit acht Treffern.

In der Bundesliga hat bei TuSEM Essen hat der Ausverkauf eingesetzt. Der Club steht wegen eines Insolvenzantrages als erster Absteiger fest. Torhüter Gerrie Eijlers, der neben Aljoscha Schmidt als erster Essen verlassen hat, gab sein Debüt bei HBW Balingen-Weilstetten. Der Niederländer unterlag mit seinem neuen Arbeitgeber vor heimischem Publikum 24:28 (9:14) dem SC Magdeburg, der weiter Kontakt zur Spitze hält. Essen brachte trotz der Ereignisse der vergangenen Tage den VfL Gummersbach an den Rand einer Niederlage. Nach einer 19:13-Führung verließen die Essener nach dem 30:32 als Verlierer den Platz.

ulz/dpa



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