Handball-Pokal-Endrunde Hamburg setzt zum großen Wurf an

Der erste nationale Handball-Titel des Jahres wird vergeben: Beim Pokal-Finalturnier in Hamburg gilt der Gastgeber als Favorit. Doch auch die Rhein-Neckar Löwen rechnen sich Chancen aus. Deren Halbfinalgegner Gummersbach kann einen Rekord einstellen. Lübbecke freut sich einfach, dabei zu sein.

HSV-Profi Hens (oben): 250. Spiel für die Hamburger
dpa

HSV-Profi Hens (oben): 250. Spiel für die Hamburger


Hamburg - Die Handballsaison geht auf die Zielgerade, der erste Titel wird am Wochenende vergeben. In Hamburg treffen sich die vier Halbfinalisten HSV Hamburg, TuS Nettelstedt-Lübbecke, VfL Gummersbach und die Rhein-Neckar Löwen zum 18. Pokal-Final-Four. Gastgeber und Liga-Tabellenführer HSV gilt sowohl im Semifinale gegen den Bundesliga-Aufsteiger Nettelstedt am Samstag als auch im Kampf um den Pokaltriumph als Favorit.

"Wir wollen auf jeden Fall zwei gute Spiele abliefern. Und wenn uns das gelingt, können wir auch den Cup holen", sagt HSV-Torwart Johannes Bitter. Coach Martin Schwalb warnt angesichts der herben Halbfinalniederlage in der letztjährigen Pokal-Endrunde gegen Gummersbach vor verfrühtem Jubel: "Wir haben den unberechenbarsten Gegner zugelost bekommen und müssen mit dem Druck des Favoriten fertigwerden", sagt Schwalb.

TuS-Trainer Patrick Liljestrand sieht für seine Mannschaft, bei der mit Arne Niemeyer, Michal Jurecki und Roman Pungartnik drei ehemalige Hamburger in den Reihen stehen, nur Außenseiterchancen: "Schon die Teilnahme ist ein Riesen-Highlight für uns. Wir sind der große Underdog", sagte der Schwede und bekräftige dennoch, "kein Kanonenfutter" zu sein.

Im anderen Halbfinale trifft der VfL Gummersbach auf die Rhein-Neckar Löwen. Die Mannheimer sehnen sich nach den massiven finanziellen Investitionen in den vergangenen Jahren nach dem ersten Titel der Vereinsgeschichte. "Genau das wollen wollen wir endlich schaffen. Für uns ist es die größte Chance, in diesem Jahr etwas Greifbares zu kriegen", sagt Löwen-Manager Thorsten Storm.

In der Liga hatten die Löwen zuletzt 31:28 gegen Gummersbach gewonnen, das Team von Trainer Ola Lindgren liegt derzeit auf dem vierten Platz. Gummersbach könnte durch einen Erfolg nach Pokalsiegen mit dem THW Kiel gleichziehen, der den Cup bereits sechsmal gewann. Im Viertelfinale hatte sich Gummersbach überraschend 35:28 gegen den Rekordmeister durchgesetzt.

bka/sid/dpa



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