Handball-Spitzenspiel Kiel fertigt Löwen ab und erobert Tabellenspitze

Machtdemonstration im Topspiel: Titelverteidiger THW Kiel hat mit einer beeindruckenden Leistung die Tabellenspitze der Handball-Bundesliga erobert. Im Duell mit den Rhein-Neckar Löwen war der THW klar überlegen und siegte mit elf Toren Vorsprung.

Kiel-Torhüter Omeyer: "Sensationell verteidigt"
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Kiel-Torhüter Omeyer: "Sensationell verteidigt"


Hamburg - Der THW Kiel ist zurück an der Tabellenspitze der Handball-Bundesliga. Der deutsche Rekordmeister entzauberte den bislang verlustpunktfreien Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen 28:17 (14:7). Vor 13.200 Zuschauern in der ausverkauften Mannheimer Arena war Filip Jicha mit neun Toren bester Werfer für den THW. Beim Gastgeber war Zarko Sesum mit fünf Treffern am erfolgreichsten.

"Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben sensationell verteidigt und hatten in Thierry Omeyer (THW-Torhüter - d. Red.) einen großartigen Rückhalt. Mit diesem deutlichen Ergebnis hatte ich im Vorfeld des Spiels nicht gerechnet", sagte THW-Trainer Alfred Gislason: "Doch wenn wir einen solchen Tag wie heute erwischen, an dem wir eine solche Leistung abrufen, würde ich auch nicht gerne gegen uns spielen wollen."

Anfangs wurde die Partie noch von den Abwehrreihen beider Teams dominiert. Es dauerte ganze sieben Minuten bis Christian Zeitz aus 13 Metern den Auftakttreffer für den THW erzielte, die Löwen mussten noch drei weitere Minuten auf ihr erstes Erfolgserlebnis durch Gensheimer-Ersatz Kevin Bitz warten. Während die Kieler ihre Führung in der Folge konsequent bis zur Pause auf 14:7 ausbauten, scheiterten die Löwen immer wieder am glänzend aufgelegten THW-Keeper Omeyer.

Kiel spielte die Partie in der zweiten Hälfte routiniert zu Ende. Die Löwen, bei denen Nationalspieler Uwe Gensheimer fehlte, mussten am Ende alle Kräfte bündeln, um ein drohendes Tor-Debakel abzuwenden

"Ein riesiges Kompliment an Kiel. Sie haben heute fast ohne Fehler gespielt und dazu in Omeyer einen riesigen Torwart gehabt. Wir hatten vor dem Spiel durchaus das Selbstbewusstsein, um ihnen Paroli zu bieten. Doch Kiel hat einfach alles richtig gemacht und war heute eine Nummer zu groß für uns", sagte Löwen-Abwehrchef Oliver Roggisch.

bka/sid/dpa



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