Handball THW Kiel gewinnt EHF-Pokalfinale gegen Füchse Berlin

15 Jahre nach seinem bislang letzten Triumph hat der THW Kiel den EHF-Pokal geholt. Im deutschen Finale besiegte das Team Titelverteidiger Füchse Berlin souverän.

Kiels Domagoj Duvnjak wirft auf das Berliner Tor.
Frank Molter / DPA

Kiels Domagoj Duvnjak wirft auf das Berliner Tor.


Der THW Kiel ist zum vierten Mal in seiner Vereinsgeschichte EHF-Pokalsieger. Die Kieler setzten sich vor heimischem Publikum 26:22 (16:10) gegen die Füchse Berlin durch, die noch im Vorjahr den Titel gegen Saint-Raphaël Var Handball gewonnen hatten. Bester Werfer bei den Kielern war Niclas Ekberg, der sieben Treffer beisteuerte.

Nach einem ausgeglichenen Beginn erspielte sich der THW ab der 20. Minute nach und nach Vorteile und bis zur Pause eine komfortable 16:10-Führung. Großen Anteil daran hatte Kiels Torwart Niklas Landin, der 29 Prozent der Bälle, die auf sein Tor kamen, abwehren konnte. Silvio Heinevetter und Malte Semisch, die sich im Tor der Füchse abwechselten, brachten es zusammen nur auf elf Prozent. Ekberg und Steffen Weinhold waren für die Füchse-Abwehr schwer zu stoppen.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam Heinevetter, der die Füche im Sommer verlassen wird, allerdings stärker in die Partie und ermöglichte seinem Team mit guten Paraden eine kurze Aufholjagd. Diese beendete Magnus Landin jedoch schnell mit einem sehenswerten Kempa-Trick, der Kiel den ersten Treffer nach der Pause brachte (35. Minute).

Die Füchse um Paul Drux wirkten im späteren Spielverlauf zeitweise müde, auch Topscorer Hans Lindberg strahlte nicht seine gewohnte Gefahr aus. Beim THW glänzte nun Andreas Wolff, der sich ab der Pause im Tor mit Niklas Landin abwechselte und dazu beitrug, dass Kiel seine Führung bis zum Ende konstant halten konnte.

Für den THW Kiel und seinen scheidenden Trainer Alfred Gíslason ist es nach dem Gewinn des deutschen Pokals der zweite Titel der Saison. In der Liga liegt das Team bei drei ausstehenden Spielen zwei Punkte hinter dem großen Rivalen SG Flensburg-Handewitt.

Bereits früher am Abend hatte der FC Porto 28:26 (14:16) gegen Tvis Holstebro gewonnen und sich damit Platz drei im Wettbewerb gesichert. Schon vor dem Finale war klar, dass zum 14. Mal in den vergangenen 15 Jahren ein Team aus der Bundesliga den Wettbewerb gewinnen würde.

tip



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