Handball-Bundesliga THW Kiel kassiert erste Niederlage

Überraschung am neunten Spieltag: Titelverteidiger THW Kiel hat erstmals in dieser Bundesliga-Saison eine Partie verloren. Auch eine deftige Halbzeitansprache von Trainer Alfred Gislason brachte beim SC Magdeburg nicht die Wende. Die Konkurrenz nutzte den Patzer.

Kiels Palmarsson (Hinten): Emotionslose Leistung in Magdeburg
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Kiels Palmarsson (Hinten): Emotionslose Leistung in Magdeburg


Hamburg - Der SC Magdeburg hat dem THW Kiel die erste Saisonniederlage zugefügt. Der stark ersatzgeschwächte Außenseiter bezwang den Titelverteidiger zu Hause 34:31 (16:13). Für die Kieler war es saisonübergreifend die erste Pleite nach 17 Siegen in Serie. Zuletzt hatten der THW am 20. März beim 29:33 bei Frisch Auf Göppingen verloren.

Vor über 6500 Zuschauern reichten auch zehn Treffer von Filip Jicha nicht für einen Erfolg. Bei den geschlossen starken Magdeburgern war Stefan Kneer (9 Tore) am erfolgreichsten. Trotz der Pleite bleibt der THW Tabellenführer, allerdings ist der Vorsprung auf die Konkurrenz geschmolzen.

Die Kieler gingen als klarer Favorit ins Spiel, denn beim Gastgeber fehlt derzeit ein Großteil der Mannschaft. Offensichtlich nahmen die "Zebras" das Duell deshalb zu leicht und zeigten in der ersten Halbzeit eine emotionslose Leistung. Nach einer deftigen Pausenansprache von Trainer Alfred Gislason, der sieben Jahre in Magdeburg Coach war, kamen der THW besser in die zweite Hälfte, glich zweimal aus. Aber die aufopferungsvoll kämpfenden Magdeburger zeigten im Gegensatz zu den Kielern deutlich mehr Leidenschaft und Willen und führten in der 57. Minute 31:28. Der SCM rettete den Vorsprung ins Ziel und sorgte für die Sensation.

Die Verfolger nutzten der Patzer der Kieler. Die Rhein-Neckar Löwen (15:3 Punkte) liegen nach ihrem 35:27 (16:14)-Sieg gegen den TBV Lemgo in der Tabelle nur noch einen Punkt hinter dem THW (16:2). Auch der Tabellendritte SG Flensburg-Handewitt (13:5) war erfolgreich und setzte sich 33:26 (16:16) gegen Schlusslicht TV Emsdetten durch. Auch Champions-League-Sieger HSV Hamburg (12:4) feierte einen Sieg und verteidigte dank des 39:32 (20:13) Rang vier vor Magdeburg.

max/dpa



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max1313 10.10.2013
1. hallo?
ergänzend darf ich anmerken das nicht Hamburg auf platz 4 liegt sondern die punktgleichen füchse aus Berlin, welche im Artikel unterschlagen werden. schönen Gruß aus Berlin (von einem Hamburger..)
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