Handball-WM Frankreich kämpft sich ins Halbfinale, Kroatien bezwingt Spanien

Der Gastgeber tat sich lange schwer, kann aber weiter vom Titel im eigenen Land träumen: Im Halbfinale der Handball-WM trifft Frankreich nun auf Slowenien. Auch Norwegen und Kroatien feierten Erfolge.

Frankreichs-Nationalspieler Ludovic Fabregas (r.)
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Frankreichs-Nationalspieler Ludovic Fabregas (r.)


Bei der Handball-WM in Frankreich sind der Gastgeber sowie Slowenien, Norwegen und Kroatien ins Halbfinale eingezogen. Im Viertelfinale setzten sich die Franzosen 33:30 (15:16) gegen Schweden durch, Norwegen kam zu einem 31:28 (17:10) gegen Ungarn. Kroatien gewann gegen Spanien 30:29 (17:15) und Slowenien bezwang Deutschland-Bezwinger Katar 32:30 (18:15). In der Runde der besten Vier trifft Frankreich am Donnerstag auf Slowenien (20.45 Uhr), Norwegen und Kroatien kämpfen am Freitag (20.45 Uhr) um den Finaleinzug.

Die beste Stimmung herrschte in Lille, wo Frankreich erneut vor 28.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Pierre Mauroy antrat. Trotz der Unterstützung tat sich der Favorit schwer, lag zur Halbzeit mit einem Tor hinten. Die Franzosen blieben immer wieder an der enorm beweglichen und aggressiven Abwehr der Schweden hängen. Torhüter Mikael Appelgren von Bundesligist Rhein-Neckar Löwen brachte den Titelverteidiger mit zahlreichen Paraden zur Verzweiflung. Im Schlussspurt bauten die Franzosen ihre Erfolgsbilanz jedoch aus: Bei den 13 Weltmeisterschaften seit 1993 stand das Team elfmal im Halbfinale.

Einen historischen Erfolg feierte Norwegen. Nie zuvor hatten die Skandinavier ein WM-Halbfinale erreicht. Ihr Erfolg gegen Ungarn mit einem Plus von drei Toren fiel zu knapp aus. Die Mannschaft von Trainer Christian Berge führte zwischenzeitlich mit neun Treffern und ließ die Ungarn, die im AchtelfinaleOlympiasieger Dänemark aus dem Turnier geworfen hatten, nicht zur Entfaltung kommen. Im Gefühl des Sieges ließen die Norweger nach, sodass Ungarn das Resultat knapper gestalten konnte.

Im Duell der Ex-Weltmeister hatte Kroatien gegen Spanien das glücklichere Ende für sich. Beide Teams lieferten sich eine umkämpfte Partie auf Augenhöhe. Die Spanier, zuletzt 2013 Champion, fanden vor allem gegen Rückraumschütze Marko Mamic (9 Tore) kein Mittel.

Slowenien kam gegen Vizeweltmeister Katar erst in den letzten Minuten in Bedrängnis. Der WM-Vierte von 2013 hatte zwischenzeitlich mit neun Toren geführt, traf dann aber sechseinhalb Minuten nicht mehr und ließ die Katarer noch herankommen. Rafael Capote, bester Torschütze Katars, kam nach seinen neun Treffern gegen Deutschland diesmal zu fünf Toren.

max/dpa



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