WM-Sieg der deutschen Handballerinnen gegen Australien Mit 26 Toren Unterschied

Weniger als zehn Gegentore kassiert, viele Chancen vergeben: Deutschlands Handballerinnen haben beim hohen Erfolg gegen Australien Stärken und Schwächen vor den wirklich schweren WM-Partien gezeigt.

Emily Bölk (Foto) gilt als eine der besten deutschen Handballerinnen
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Emily Bölk (Foto) gilt als eine der besten deutschen Handballerinnen


Die deutschen Handballerinnen haben bei der Weltmeisterschaft in Japan souverän den zweiten Sieg im zweiten Spiel gefeiert. Die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener gewann gegen Außenseiter Australien 34:8 (16:4) und legte nach dem Auftaktsieg gegen Brasilien (30:24) einen optimalen Start in die schwere Vorrundengruppe B hin.

Beste Werferinnen für das deutsche Team waren in Yamaga Antje Lauenroth mit sechs Toren sowie Jenny Behrend und Ina Großmann mit jeweils fünf Treffern. "Sehr zufrieden war ich mit der Abwehr, da haben wir sehr fokussiert gearbeitet. Acht Gegentore sind wirklich sehr wenig", sagte Nationalcoach Groener: "Das Tempospiel nach vorne war auch gut, aber die Chancenverwertung ist verbesserungswürdig."

Der Sieg hätte noch höher ausfallen können, das deutsche Team kam bei 52 Würfen allerdings nur auf eine Erfolgsquote von 65 Prozent. Bereits gegen Brasilien lag die Chancenverwertung lediglich bei 55 Prozent verwandelter Würfe. Im Spiel gegen die Südamerikanerinnen sorgte besonders Torfrau Dinah Eckerle mit ihren insgesamt 13 Paraden für den am Ende klaren Erfolg.

So wenig Gegentore wie zuletzt 1993

Diesmal durfte ihre Vertreterin Isabell Roch über weite Strecken der Partie spielen - sie kam auf elf Paraden (Abwehrquote 73 Prozent) gegen abschlussschwache Australierinnen. Die DHB-Auswahl kassierte am Ende die wenigsten Gegentore in einem deutschen WM-Spiel seit dem 30:8 gegen Angola 1993. Damals wurde das Team sogar Weltmeister, bei dieser Endrunde ist Deutschland jedoch klarer Außenseiter. (Mehr über die deutschen WM-Chancen lesen Sie hier.)

Die nächste Aufgabe wartet am Dienstag gegen Dänemark, das in seinem ersten Gruppenspiel gegen Australien (37:12) 80 Prozent seiner Würfe verwandelte. Weitere Vorrundengegner der deutschen Mannschaft sind Südkorea und Titelverteidiger Frankreich. Der Welt- und Europameister kam am Sonntag nur zu einem 19:19 gegen Brasilien und steht nach dem Fehlstart gegen Südkorea (27:29) schon unter Druck.

In Japan geht es für Deutschland besonders um die Olympia-Teilnahme 2020: Um bei einem Qualifikationsturnier für Tokio dabei zu sein, muss der EM-Zehnte bei der WM eine Platzierung unter den ersten Sieben erreichen.

Den kompletten WM-Spielplan finden Sie hier.

jan/dpa/sid



insgesamt 2 Beiträge
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spon_12 01.12.2019
1.
Vermutlich wissen interessierte Leser das bereits, da ich aber bisher keinen Hinweis darauf gefunden habe: https://sportdeutschland.tv/handball-wm-frauen-2019 Hier kann man sich die Spiele anschauen.
Kalif78 01.12.2019
2. Und der Spielablauf war wie
"Der Sieg hätte noch höher ausfallen können, das deutsche Team kam bei 52 Würfen allerdings nur auf eine Erfolgsquote von 65 Prozent. Bereits gegen Brasilien lag die Chancenverwertung lediglich bei 55 Prozent verwandelter Würfe. Die nächste Aufgabe wartet am Dienstag gegen Dänemark, das in seinem ersten Gruppenspiel gegen Australien (37:12) 80 Prozent seiner Würfe verwandelte. " Toll wie hier die Zahlen interpretiert wurden ohne groß vom Spielablauf zu berichten. Diese Zahlen könnte ich auch so auslegen, das die DHB Auswahl schneller zum Abschluß kommt und die Däninen langsamer im Spielaufbau sind. Wichtiger wäre zu wissen wie sie gespielt haben, diese Meldung hätte man aber auch einfach in einer Statistik ohne Schlagzeile und Text hinterlegen können. Aber ich glaube sowas ähnliches wollte "spon_12" schon mit seinem Post darlegen.
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