Erfolg gegen Kroatien Deutschland als Gruppensieger ins Achtelfinale

Überzeugende Vorstellung bei der Handball-WM: Nach einem klaren Sieg gegen Kroatien zieht Deutschland als Gruppensieger ins Achtelfinale ein. Dort trifft die DHB-Auswahl auf Vizeweltmeister Katar.

Patrick Wiencek
DPA

Patrick Wiencek


Perfekte Punkteausbeute für Deutschlands Handballer: Im fünften und letzten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft in Frankreich gewann das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson gegen Kroatien 28:21 (13:9). Damit schließt der amtierende Europameister die Gruppe C als Tabellenführer ab und trifft im Achtelfinale am Sonntag (Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Katar. Im ersten richtigen Härtetest des Turniers überzeugten vor allem Kai Häfner und Patrick Wiencek. Andreas Wolff zeigte im Tor eine starke Leistung.

Im insgesamt zehnten Duell beider Nationen bei einem Großereignis (sieben Siege Kroatien, ein Remis, ein Sieg Deutschland) erwischten die Kroaten den besseren Start. Die DHB-Auswahl begann passiv und ermöglichte dem Gegner eine schnelle 3:1-Führung. Doch eine anschließende Schwächephase Kroatiens nutzte der Europameister zu seinen Gunsten. Sechs Tore in Folge, allein drei von Kai Häfner, sorgten für eine beruhigende Führung.

Vor allem in der Offensive unterliefen dem Team zu viele Fehler, sodass sich Trainer Zeljko Babic nach 15 Minuten gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen. Doch diese verfehlte ihren Zweck. Nach Toren von Julius Kühn, dem nachnominierten Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek zog Deutschland auf 11:5 davon (23. Minute).

Fotostrecke

8  Bilder
Deutschland holt den Gruppensieg: Die Reifeprüfung

Nach einem zwischenzeitlich 3:0-Lauf der Kroaten, der den Weltmeister von 2003 auf 8:11 heranbrachte, parierte Andreas Wolff im Tor stark. Mit 47 Prozent abgewehrter Bälle konnte sich der Schlussmann im Vergleich zum Weißrussland-Spiel deutlich steigern. Dank einer guten Defensivleistung stand es zur Halbzeit 13:9 für Deutschland.

Nach Wiederbeginn verkürzte Kroatien vor den Augen des ehemaligen Superstars, Ivano Balic, zunächst auf zwei Tore, doch Treffer von Patrick Groetzki und dem defensiv wie offensiv starken Wiencek stellten den alten Abstand wieder her (36.). Zwei weitere Tempogegenstöße, die Uwe Gensheimer und Groetzki jeweils verwerten konnten, sorgten für die Vorentscheidung (44.).

Die anschließende Auszeit des Gegners zeigte Wirkung. Sieben Minuten vor dem Ende stand es nur noch 20:22 aus kroatischer Sicht, auch weil Domagoj Duvnjak vom THW Kiel besser ins Spiel kam. Die passende Antwort lieferte Gensheimer mit seinem 20. verwandelten Siebenmeter im laufenden Wettbewerb (54.). Kroatien erholte sich von diesem Rückschlag nicht und verlor letztlich deutlich 21:28.

bam



© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.