Sieg gegen Kroatien Deutschland zieht vorzeitig ins WM-Halbfinale ein

Die deutsche Mannschaft hat sich vorzeitig für das Halbfinale der Heim-WM qualifiziert. Beim Sieg gegen Kroatien verspielte die deutsche Mannschaft einen Drei-Tore-Vorsprung, um dann doch noch zu gewinnen.

Deutscher Jubel
DPA

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Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat sich bereits vor dem abschließenden Hauptrundenspiel für das Halbfinale der Weltmeisterschaft qualifiziert. Gegen Kroatien gewann die DHB-Auswahl ein spannendes Spiel 22:21 (11:11). Dabei verspielte Deutschland in der zweiten Hälfte einen Drei-Tore-Vorsprung. Angeführt von einem herausragenden Fabian Wiede kam die deutsche Mannschaft aber doch noch zurück.

Kroatiens Torhüter Marin Sego war einer der besten Spieler auf dem Feld. In der deutschen Mannschaft ragte einmal mehr Fabian Wiede heraus. Mit kreativen Pässen setzte er seine Mitspieler in Szene und war mit sechs Toren erfolgreichster Werfer der Partie.

Strobel verletzt sich schwer

Kroatien startete etwas besser in die erste Hälfte und führte bereits nach drei Minuten mit zwei Toren. Der große Schock für die deutsche Mannschaft kam aber nicht durch ein Tor zustande, sondern durch eine schwere Verletzung. Rückraumspieler Martin Strobel knickte in einem Zweikampf in der Offensive böse mit dem Knie weg und zog sich einen Innenbandriss zu. Zudem besteht der Verdacht eines Kreuzbandrisses. Bei dieser Weltmeisterschaft wird der 32-Jährige nicht mehr zum Einsatz kommen.

Martin Strobel (liegend)
Getty Images

Martin Strobel (liegend)

Zeit zum Erholen brauchte die DHB-Auswahl aber nicht. Als das Spiel wieder lief, zeigte sie einen der schönsten Spielzüge der ersten Hälfte. Wiede spielte den Ball über den Kopf zu Steffen Fäth, der über die Schulter direkt zu Hendrik Pekeler weiterleitete, der zum 3:3 vollendete (9. Minute). In der Folge konnte sich keine Mannschaft endgültig absetzen. Auch Deutschland verpasste es, einen Zwei-Tore-Vorsprung (27.) in die Halbzeit zu retten.

Wiede führt DHB-Auswahl zum Sieg

In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein Nervenspiel, in dem Deutschland zwar regelmäßig in Führung ging, diese aber zunächst nicht ausbauen konnte. Erst als Kroatiens Zlatko Horvat gegen den Pfosten warf und Wiede im Gegenzug aus dem Rückraum in den linken Winkel traf, hatte Deutschland erstmals drei Tore Vorsprung.

Fabian Wiede (rechts)
REUTERS

Fabian Wiede (rechts)

Die Kroaten um ihren Star Domagoj Duvnjak von Bundesligist THW Kiel wirkten nur einen Tag nach der 26:29-Niederlage gegen Brasilien zunächst müde. Dennoch kamen sie sieben Minuten vor dem Ende zum Ausgleich. Nach der ersten kroatischen Führung der zweiten Hälfte durch Jakov Vrankovic (55.) übernahm wiederholt Wiede die Verantwortung und war zentrale Anspielstation in der Offensive. Als Pekeler und Uwe Gensheimer zum 21. und 22. Tor für Deutschland trafen, war das Spiel entschieden.

hba



insgesamt 20 Beiträge
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irobot 21.01.2019
1.
Boah, Leute!!! Werdet ihr eigentlich von Herstellern blutdrucksenkender Mittel gesponsert? Muss das denn immer so nervenzerfetzend spannend sein? Da hat man die Chance auf einen 4-Tore-Vorsprung und nach etwa 12 Minuten ohne Tor führen auf ein Mal die Kroaten. Naja, diesmal ist es gut gegangen. Aber wenn diese Schwächephasen nicht abgestellt werden können, wird es zum Titel wohl nicht reichen. Trotzdem herzlichen Glückwunsch. Hätte ich nicht mit gerechnet.
WeyrichderErste 21.01.2019
2. Hammerabwehr und...
ein starkes TEAM. Aber die Abschlüsse müssen sicherer werden, und ein zweiter Rechtsaußen wäre eine sinnvolle Option. Bitte Reichmann für Strobel nachnominieren!
mullertomas989 21.01.2019
3. Ich muss sagen...
... Fußball juckt mich irgendwie im Moment gar nicht. Wie langweilig und langsam da alles ist......
il_phenomeno 21.01.2019
4. Geil
aber warum so spannend :-) Super auch das verhalten nach dem Spiel zwischen den Kroaten und den Deutschen. großer Sport weiter so jungs
doppelnass 21.01.2019
5. Krimi.
Wahnsinnsspiel. Hammer. Ubrigens: Handballer verdienen in der ersten Liga im Schnitt 10.000 Euro pro Monat. Das lassen Fussballprofis im Monat beim Friseur.
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