Handball-WM Frankreich schafft den Finaleinzug

Jetzt fehlt nur noch ein Schritt zum Triumph im eigenen Land: Im Halbfinale der Handball-WM hat Frankreich Slowenien keine Chance gelassen. Beim Gastgeber überzeugten vor allem zwei Routiniers im Rückraum.

Frankreichs Daniel Narcisse (li.)
AFP

Frankreichs Daniel Narcisse (li.)


Die französische Nationalmannschaft hat sich bei der Handball-WM für das Endspiel qualifiziert. Der Rekordweltmeister setzte sich 31:25 (15:12) gegen den Außenseiter aus Slowenien durch. Auf Seiten Frankreichs tat sich Montpelliers Valentin Porte mit insgesamt vier Toren als treffsicherster Akteur hervor.

In einer intensiven Anfangsphase kontrollierten die Franzosen zunächst das Geschehen. In der achten Minute sorgte Kreisläufer Ludovic Fabregas mit seinem Treffer zum 4:1 erstmals für einen Drei-Tore-Vorsprung der Gastgeber. Doch Slowenien legte in der Folge seine anfängliche Nervosität ab. Angeführt von Torwart Matevz Skok, der in dieser Phase mehrere französische Großchancen vereiteln konnte, verkürzten die Slowenen nach einer Viertelstunde zwischenzeitlich auf 7:6.

Die favorisierten Hausherren standen in der Abwehr allerdings weiterhin sicher und verschoben gut. Folglich hatte Slowenien Probleme, aus dem Spielverlauf heraus klare Torgelegenheiten zu kreieren. Stattdessen leistete sich die Mannschaft von Trainer Veselin Vujovic ein ums andere Mal Unkonzentriertheiten im Passspiel und im Abschluss, von denen Frankreich profitieren konnte. Vor allem Linksaußen Kentin Mahé bestrafte in der Schlussphase der ersten Halbzeit die Fehler Sloweniens. Wiederholt waren dem Silbermedaillen-Gewinner von Rio nun leichte Torerfolge vergönnt, Mahé traf in der 26. Minute per Gegenstoß zum 13:8.

Eine Machtdemonstration in Blau-Weiß-Rot

Anschließend verpasste es Skok zweimal, rechtzeitig in sein verwaistes Tor zurückzueilen, was Frankreich umgehend für eigene Treffer zu nutzen wusste. Doch das slowenische Team, das sich nach 2013 erst zum zweiten Mal für ein WM-Halbfinale qualifiziert hatte, konnte zunächst noch mit Einzelaktionen dagegenhalten. So ging es mit 15:12 in die Pause.

Nach dem Wiederbeginn erwischten jedoch abermals die Franzosen den besseren Start: Die beiden Routiniers Daniel Narcisse und Nikola Karabatic ordneten Frankreichs Spiel und kamen mit Abschlüssen aus dem Rückraum zum Erfolg (19:15 nach 35 Minuten). Vor 15.000 Zuschauern in Paris konnte der amtierende Titelverteidiger die eigene Führung schließlich bis zum Abpfiff behaupten. Trotz redlichen Bemühens der Slowenen, die über 60 Minuten kein Mittel gegen die aggressive Deckung Frankreichs fanden, schmolz der Vorsprung nicht mehr unter vier Tore.

Am Ende gelang dem Team von Frankreichs Nationaltrainer Didier Dinart ein souveräner 31:25-Erfolg. Den zweiten Endspiel-Teilnehmer ermitteln Norwegen und Kroatien am Freitag (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

lst



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