Handball-WM Franzosen triumphieren, Russen zittern

Frankreich hat mit einem Kantersieg gegen Australien ein Ausrufezeichen gesetzt. Auch die anderen Titel-Favoriten fuhren Siege ein. Ein vierfacher Olympiasieger muss dagegen um den Einzug in die nächste Runde bangen.


Hamburg - Neben Deutschland und Polen hat ein Quintett vorzeitig die Hauptrunde bei der WM in Deutschland erreicht. Darunter befinden sich zwei der vier kommenden deutschen Gegner: Tunesien und Slowenien. In die nächste Runde zogen auch Olympiasieger Kroatien, Weltmeister Spanien und Tschechien ein, die vor dem letzten Vorrunden-Spieltag am Montag ebenfalls eine makellose Bilanz von zwei Siegen aufweisen.

Frankreichs Abati: Kantersieg gegen Australien
DPA

Frankreichs Abati: Kantersieg gegen Australien

Noch gedulden müssen sich dagegen Europameister Frankreich und der dreimalige Champion Russland. In der Gruppe B in Magdeburg erteilten die Franzosen den hoffnungslos überforderten Australiern am Sonntag beim 47:10 vor 7200 Zuschauern eine Lehrstunde. Am Vortag hatte die "Equipe tricolore" gegen die Ukraine mit 32:21 triumphiert. Da anschließend aber Island unerwartet gegen die Ukraine 29:32 verlor, benötigen die Franzosen morgen gegen Island noch einen Punkt zum sicheren Weiterkommen.

Schadlos hielten sich in der Gruppe C Tunesien und Slowenien. Afrika-Meister Tunesien musste allerdings wie Slowenien gegen Kuwait und Grönlands Exoten keine großen Widerstände brechen. Für beide Teams geht es morgen wie für die DHB-Mannschaft und Polen in einem direkten Duell um den Gruppensieg und damit um zwei wichtige Punkte, die in die Hauptrunde mitgenommen werden.

Vorzeitig entschieden ist auch die schwere Gruppe D in Bremen. Nach dem mühevollen 33:29 gegen die starken Ägypter kam Titelverteidiger Spanien gegen Katar zu einem standesgemäßen 41:18. Erfolgreichster Werfer auf spanischer Seite war dabei Linksaußen Juan Garcia mit elf Treffern. Anschließend machte Tschechien mit einem in der Schlussphase erkämpften 31:30 gegen die Afrikaner den Einzug beider Mannschaften in die nächste Turnierphase perfekt.

Ernsthaft bangen muss dagegen noch Russland. Vor 5900 Zuschauern in der ausverkauften Stuttgarter Halle bezwang der viermalige Olympiasieger Marokko 35:19, braucht aber zum Abschluss morgen gegen Kroatien unbedingt noch einen Punkt zum Weiterkommen. Im ersten Spiel waren die Russen gegen Südkorea nur zu einem 32:32 gekommen.

bri/sid



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.