WM-Aus der Handballer Brand und Heuberger bleiben Optimisten

Aus bei der WM im Achtelfinale - für die deutsche Handballauswahl war das ein Schock. Die früheren Bundestrainer Brand und Heuberger machen sich dennoch keine Zukunftssorgen um das Team.

Ex-Bundestrainer Martin Heuberger und Heiner Brand
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Ex-Bundestrainer Martin Heuberger und Heiner Brand


Ex-Bundestrainer Heiner Brand glaubt trotz des Scheiterns der deutschen Handballer im WM-Achtelfinale gegen Katar weiter an eine große Zukunft der DHB-Auswahl. "Das ist im Augenblick natürlich sehr schade. Aber ich sehe dennoch überragende Möglichkeiten. Die Mannschaft ist so gut aufgestellt und hat Perspektive", sagte Brand. "Ich glaube, man muss sich keine Sorgen machen."

Das Aus des Europameisters durch die 20:21-Niederlage gegen Katar bezeichnete Brand, der Deutschland 2007 zum WM-Titel geführt hatte, als "große Überraschung. Ich habe mit allem gerechnet, nur damit nicht. Ich dachte, das Turnier geht jetzt richtig los", sagte Brand.

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Handball-WM: So bitter war das deutsche Aus

Auch Brand-Nachfolger Martin Heuberger sieht bei aller Enttäuschung die Möglichkeiten für die Mannschaft. "Wenn man wirklich dauerhaft im Konzert der Großen mitspielen möchte, dann gehört so etwas auch dazu, auch so ein Rückschlag, den man aber verarbeiten muss, damit es beim nächsten Mal besser klappt", sagte der 52-Jährige im SWR.

Er glaube nach wie vor an das Team. "Die Mannschaft hat Potenzial. Sie ist noch in der Entwicklung. Deshalb sind solche Rückschritte normal", sagte Heuberger. Aber es sei halt ein Unterschied, ob man bei einer Europamannschaft starte, wo man keine Favoritenrolle habe - und jetzt habe man sich den Druck selbst aufgebaut. Heuberger: "Damit zurechtzukommen, das zeichnet eben große Mannschaften aus."

aha/dpa/sid



insgesamt 5 Beiträge
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karit 23.01.2017
1. Wer hoch gejubelt wird wird tief fallen ...
und Spon hat auch einen Anteil daran. Über eine mögliche Niederlage dachte niemand mehr nach. Abgehoben und siegessicher wurde berichtet und Bescheidenheit und eine Planung von Spiel zu Spiel war nirgends zu sehen oder etwas davon zu hören. So war das bei deutschen Teams verschiedener Sportarten schon früher und wird weiter so sein, wenn da nichts geändert wird. Im Moment jedenfalls hält sich mein Mitleid jedenfalls arg in Grenzen!
darthmax 23.01.2017
2. Schuld
die Handballer waren abgelenkt, da zuviel über Trump statt über sie berichtet wurde. Also : Trump war schonmal schuld, ev. auch noch Putin, die schiedsrichter oder die doch Kataris.
adama. 23.01.2017
3. Stolz oder Arroganz
Nationalstolz gewinnt keine Spiele! Der Trainer hat sich wohl schwer geirrt, als er den Spielern von Katar fehlenden Siegeswillen unterstellte, weil diese sich unmöglich mit ihrem Land identifizieren könnten. Vielleicht haben die Deutschen nicht laut genug die Nationalhymne gesungen? Eher die haben vor lauter Deutschlandfahnen vor Augen, das Tor nicht mehr gesehen. Kurz. Wer sich nicht auf das Spiel konzentriert, sich ablenken lässt von überheblichen Söldnergerede, wird nicht auf sich selbst und den Gegner achten sondern nur noch an National-BlaBlaBla. Wupps ist der Gegner links oder Rechts vorbei und lacht über zackige Nationalhelden.
hopeless 23.01.2017
4. Kaum zu glauben
Nach den sehr guten, teils aber auch "einfachen" Spielen der Vorrunde hatte ich nach den ersten 10 Minuten des Achtelfinalspiels gegen Katar den Eindruck, dass der ein- oder andere Spieler ganz plötzlich und unerwartet vergessen hatte, wie Profi- Handball geht. Ich fühlte mich eher teils an die Kreisklasse erinnert, in welcher man auch gerne mal und natürlich unabsichtlich und irrtümlich den Ball zu einem Spieler weitergibt, der dort überhaupt nicht steht. Oder der Ball fällt einem - trotz Mengen an Harz - mal kurz aus der Hand. Die vielen eindeutigen Torchancen des deutschen Teams habe ich aufgehört zu zählen. Im weiteren Spielverlauf gab es auch noch einige zeitlich gut plazierte und fragwürdige Schiedsrichter- Entscheidungen, die bei einer großen Tordifferenz eher nicht von Relevanz gewesen wären. Und irgendwie wurde ich an das Spiel gegen Katar von vor 2 Jahren erinnert. Seinerzeit wurde immer wieder auf der Zuschauertribüne ein Katari gezeigt, der ständig auf seinem Mobiltelefon zugange war. Anyway, all the best to our Bad Boys and to Sigur.
hopeless 23.01.2017
5. Kaum zu glauben
Nach den sehr guten, teils aber auch "einfachen" Spielen der Vorrunde hatte ich nach den ersten 10 Minuten des Achtelfinalspiels gegen Katar den Eindruck, dass der ein- oder andere Spieler ganz plötzlich und unerwartet vergessen hatte, wie Profi- Handball geht. Ich fühlte mich eher teils an die Kreisklasse erinnert, in welcher man auch gerne mal und natürlich unabsichtlich und irrtümlich den Ball zu einem Spieler weitergibt, der dort überhaupt nicht steht. Oder der Ball fällt einem - trotz Mengen an Harz - mal kurz aus der Hand. Die vielen eindeutigen Torchancen des deutschen Teams habe ich aufgehört zu zählen. Im weiteren Spielverlauf gab es auch noch einige zeitlich gut plazierte und fragwürdige Schiedsrichter- Entscheidungen, die bei einer großen Tordifferenz eher nicht von Relevanz gewesen wären. Und irgendwie wurde ich an das Spiel gegen Katar von vor 2 Jahren erinnert. Seinerzeit wurde immer wieder auf der Zuschauertribüne ein Katari gezeigt, der ständig auf seinem Mobiltelefon zugange war. Anyway, all the best to our Bad Boys and to Dagur Sigurdson.
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