Hopman Cup Kerber und Zverev verlieren Mixed und Finale

Angelique Kerber und Alexander Zverev haben erneut das Finale um den Hopman Cup gegen Belinda Bencic und Roger Federer verloren. Die beiden Deutschen unterlagen im entscheidenden Ballwechsel zum Turniergewinn.

Alexander Zverev und Angelique Kerber
TONY MCDONOUGH/EPA-EFE/REX

Alexander Zverev und Angelique Kerber


Angelique Kerber und Alexander Zverev haben den ersten deutschen Erfolg beim Hopman Cup seit 24 Jahren knapp verpasst. Im Finale im australischen Perth verloren die beiden Deutschen wie im vergangenen Jahr 1:2 gegen die Schweizer Belinda Bencic und Roger Federer.

Im erneut entscheidenden Mixed unterlag das deutsche Paar trotz eines Matchballs knapp 0:4, 4:1, 3:4 (4:5). Für den bislang letzten deutschen Erfolg sorgten 1995 Boris Becker und Anke Huber, 1993 waren Michael Stich und Steffi Graf erfolgreich.

Kerber lag in ihrem Einzel gegen Bencic im ersten Satz schnell 3:0 vorn, dann fand die einstige Top-Ten-Spielerin Bencic besser in die Partie. Die Weltranglisten-Zweite Kerber aber blieb aggressiv, schlug stabil auf, gab dann aber bei 5:3-Führung im zweiten Satz zum 5:5 und 6:6 ihre Servicespiele ab. Erst im Tiebreak machte Kerber ihren Erfolg mit dem dritten Matchball nach 1:29 Stunden perfekt.

Rekordsieger Federer

Zverev konnte sein Einzel zuvor bis zum 4:4 im ersten Satz offenhalten, obwohl er gegen den Aufschlag von Federer kaum etwas ausrichten konnte. Wenig später nutzte der langjährige Weltranglisten-Erste aus der Schweiz seinen ersten Satzball. Der 21 Jahre alte Zverev kam direkt danach zwar erstmals besser mit dem Service des 16 Jahre älteren Federer zurecht, konnte die kleine Chance aber nicht nutzen. Nach 70 Minuten war das Match vorbei.

"So zu spielen, gibt mir ein gutes Gefühl für die Saison. Wenn ich so serviere wie heute, wird es für alle schwer", sagte Federer. Für den schon 2001 mit Martina Hingis erfolgreichen Schweizer war es der insgesamt dritte Erfolg in Perth, damit ist er Rekordsieger der Veranstaltung.

Anmerkung: Wir haben die Weltranglisten-Position von Angelique Kerber im Text korrigiert. Sie belegt derzeit Platz zwei, nicht Platz eins.

sak/dpa



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jean-baptiste-perrier 05.01.2019
1. Federer unwiderstehlich!
Zverev ist ATP-Champion. Das war ein toller Erfolg für ihn. Doch er ist eben erst 21! Federer hat 20 Grand Slam Turniere gewonnen! Zverev kann noch ganz vieles verbessern in der Zukunft. Federer kann nur noch schlechter werden. Die Geschmeidigkeit von Federer in seinem Alter ist extrem beeindruckend. Zverev wirkt dagegen jung und ungelenk. Zverev ist körperlich und mental noch nicht da, wo er irgendwann hinkommen könnte. Wir müssen ihm Zeit geben. In zwei, drei oder vielleicht auch erst in vier Jahren wird er sein körperliches Optimum erreichen. Becker war mit 21 fast durch (letzter Wimbledon-Sieg). Zverev steht mit 21 erst ganz am Anfang. Heutzutage liegt im Tennis das beste Alter um die 30! Das gilt sowohl bei den Herren als auch bei den Damen.
froschi1411@msn.com 05.01.2019
2. Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen
Klar spielt das Alter eine grosse Rolle aber grundsaetzlich kann man auch mit ueber 35 noch besser werden.
jean-baptiste-perrier 05.01.2019
3. Federer speziell!
"Klar spielt das Alter eine grosse Rolle aber grundsaetzlich kann man auch mit ueber 35 noch besser werden." ---------- Zitat Ende ---------- Das ist natürlich prinzipiell richtig und gilt insbesonders für Roger Federer, der viereinhalb Jahre eine Durststrecke bei den Grand Slam Turnieren hatte (Wimbledon Titel 2012 - Australian Open Titel 2017) und dann doch noch sein Gesamtpaket verbessern konnte. Entscheidend ist, dass der Trainings-Aufwand für Federer mit jedem Jahr größer wird, um das Niveau körperlich halten zu können. Ohne einen Nadal (und Djokovic?) im Nacken würde Federer kaum die Motivation haben, um sich die Trainings-Qual weiterhin anzutun. Für uns Tennis-Fans ist es toll, doch ewig kann selbst ein Federer nicht über die Plätze schweben.
WillyWusel 05.01.2019
4. Talent
Das war ein tolles Endspiel. Vor allem das Mixt-Finale. Hätte nicht gedacht, dass die beiden Deutschen überhaupt so gut würden mithalten können. Klasse Spiel. Sehr unterhaltsam. Und zu Federer: Federer ist eine Ausnahme im Tennis. Federer kann nur deshalb noch in der Weltspitze mithalten, weil er ein sehr wenig körperliches Tennis spielt. Vor allem im Verhältnis zu Leuten wie dem Joker, Murray oder Nadal. Die alle haben nicht die Fähigkeit Federers, mit extrem ökonomischen Bewegungen die Bälle perfekt zu platzieren. Und das müssen sie durch körperlichen Einsatz ausgleichen. Keiner von denen wird mit 37 noch in der Weltspitze mithalten können. Federer hat schlicht und einfach mehr Ballgefühl, mehr Schlaggefühl als alle anderen Tennisspieler, die ich je gesehen habe.
compiler 05.01.2019
5.
Wer hat sich denn die Regeln für den Tiebreak ausgedacht? Das ist ja voll Banane...
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