Handball-Champions-League THW Kiel zieht ins Final Four ein

Der THW Kiel hat die Hinspiel-Niederlage gegen Szeged wettgemacht und steht im Final Four der Handball-Champions-League. Im EHF-Pokal qualifizierte sich der HSV Hamburg ebenfalls für das Endturnier.

Kiels Toft Hansen: Spiel gedreht
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Kiels Toft Hansen: Spiel gedreht


Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel ist ins Final Four der Champions League gestürmt. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason besiegte im Viertelfinal-Rückspiel EHF-Cup-Sieger Pick Szeged nach einem 29:31 im Hinspiel 32:23 (18:10) und darf auf den vierten europäischen Triumph nach 2007, 2010 und 2012 hoffen.

Bester THW-Werfer gegen den ungarischen Top-Klub war Rückraum-Spieler Filip Jicha mit acht Toren. Neben dem deutschen Champion komplettieren der spanische Titelträger FC Barcelona, der polnische Serienmeister KS Kielce und der ungarische Rekordchampion MKB Veszprem mit dem Ex-Kieler Christian Zeitz das Finalturnier in Köln (30./31. Mai). Die Auslosung der Halbfinals ist am Dienstag in der Domstadt.

Freude in Hamburg, Trauer in Melsungen

Im EHF-Pokal lagen Freud und Leid eng beieinander. Der HSV Hamburg hat durch ein 27:22 (13:11) im Viertelfinal-Rückspiel des EHF-Pokals über den schwedischen Vertreter Eskilstuna Guif den Einzug in das Endturnier am 16. und 17. Mai in Berlin geschafft, die MT Melsungen blieb dagegen trotz eines 28:23 (15:12) gegen Skjern HB auf der Strecke. Melsungen hatte beim 20:25 im Hinspiel in Dänemark weniger Auswärtstore erzielt.

Dagegen schafften die Hamburger nach der Niederlage im ersten Aufeinandertreffen die Wende. Beste Werfer des Spiels waren die Hamburger Kentin Mahé und Adrian Pfahl (je 6/1) sowie Daniel Petersson (6/2) für die Gäste. Den stärksten Eindruck auf dem Platz hinterließ aber HSV-Torhüter Johannes Bitter, der zahlreiche gute Paraden zeigte und zwei Siebenmeter abwehrte. In Melsungen blieb die Partie bis zum Schluss dramatisch, die MT kam etwa 30 Sekunden vor dem Ende noch einmal in Ballbesitz, schaffte aber nicht mehr den entscheidenden Treffer.

Kiel steht vor 20. Meisterschaft, Lemgo mit Abstiegssorgen

Die Kieler sind auch ohne Bundesliga-Spiel der 20. Meisterschaft ein großes Stück näher gekommen. Nach der überraschenden 27:31-Niederlage der Rhein-Neckar Löwen bei der HSG Wetzlar schrieb Kiels schärfster Verfolger den Titel fünf Spieltage vor Saisonende ab. "Selbst wenn wir in Wetzlar gewonnen hätten, hätte es für die Meisterschaft wohl nicht gereicht. Die Niederlage sitzt tief", sagte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen: "Jetzt müssen wir beim Final Four im Pokal den Titel mit nach Mannheim holen, das ist das große Ziel."

Ex-Meister TBV Lemgo schwebt indes weiter in großer Abstiegsgefahr. Die Mannschaft von Trainer Florian Kehrmann unterlag dem VfL Gummersbach 26:28 (13:12) und fiel mit 22:42 Punkten wieder auf den ersten Abstiegsplatz hinter GWD Minden (22:40) zurück.

zaf/krä/dpa/sid



insgesamt 2 Beiträge
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HamburgerJung2110 19.04.2015
1. Was für ein Spiel
Hat richtig Spaß gemacht den Kielern zuzuschauen
petruz 20.04.2015
2. erstaunliche konstanz.
ok im handball wird mit kleineren summen jongliert aber schon bemerkenswert dass sich kiel seit jahren konstant ins final four wirft wo sie doch fast keinen gewinn erwirtschaften. PSG zB hats nicht geschafft und die kriegen teilweise geld vob den fussbsllscheichs..
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