Insolventer Klub Ausverkauf bei HSV-Handballern

Beim HSV Handball setzt sich der Exodus der Leistungsträger fort: Auch Torwart Jens Vortmann will den insolventen Handball-Erstligisten verlassen. Trainer Michael Biegler ist ebenfalls nicht bereit zu bleiben.

HSV-Profis, Trainer Biegler: Keine große Zukunft mehr
Bongarts/Getty Images

HSV-Profis, Trainer Biegler: Keine große Zukunft mehr


Die Verantwortlichen des insolventen Handball-Bundesligisten Hamburger SV wollen sich mit dem angekündigten Abschied ihres Trainers Michael Biegler noch nicht abfinden. "Ich werde um "Beagle" kämpfen. Es gibt keinen Grund aufzugeben", sagte Geschäftsführer Christian Fitzek nach dem 36:24-Sieg des HSV gegen Frisch Auf Göppingen.

Allerdings sind die Chancen gering, den 54-Jährigen, der parallel als polnischer Nationalcoach tätig ist, zu halten. Biegler hatte am Sonntag berichtet, er habe dem Verein bereits mitgeteilt, "dass ich meine Option ziehe und die Zusammenarbeit nach nur einem Jahr beende." Er werde spätestens im Sommer gehen.

Auch nach dem siebten HSV-Sieg in Serie stellte Biegler klar, dass er für einen erneuten Neustart im Sommer 2016 nicht zur Verfügung steht. "Ich habe einen mitgemacht, den zweiten muss ich dann nicht auch noch tätigen", betonte der Coach, ehe er wie geplant aus Hamburg abreiste, um Polens Nationalteam bei der Heim-EM im Januar zu betreuen.

Derweil schreitet der Ausverkauf der HSV-Spieler voran. Sicher ist seit Montag, dass nach Adrian Pfahl (zu Frisch Auf Göppingen) auch Torhüter Jens Vortmann den Verein zum 1. Januar 2016 zu Aufsteiger SC DHfK Leipzig verlassen wird. "Ich habe mich für einen Wechsel nach Leipzig entschieden, da die Situation in Hamburg sehr unsicher ist und freue mich, dass eine Zusammenarbeit mit dem SC DHfK nun geklappt hat", sagte Vortmann. HSV-Rechtsaußen Hans Lindberg wird weiterhin mit den Füchsen Berlin und MKB Veszprem in Verbindung gebracht.

aha/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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Peter Eckes 28.12.2015
1. .
Eine Mannschaft die sieben Siege in Folge holt und in der jüngeren Vergangenheit sowohl deutscher Meister als auch Champions-League-Sieger war und trotzdem pleite ist, ist wohl wirklich nicht mehr zu retten.
stadtmenschhh 28.12.2015
2. Unglaubliches Team!
Ja - was da an Misswirtschaft gelaufen ist, entbehrt wohl jeder Grundlage. ABER: Wer gestern in der Halle dabei war, weiss, wie sich die Spieler, Trainer - und Zuschauer - für dieses Team zerreißen! Da sollten sich die Fussballmillionaros mal ein Beispiel nehmen!
renee gelduin 30.12.2015
3.
Zitat von stadtmenschhhJa - was da an Misswirtschaft gelaufen ist, entbehrt wohl jeder Grundlage. ABER: Wer gestern in der Halle dabei war, weiss, wie sich die Spieler, Trainer - und Zuschauer - für dieses Team zerreißen! Da sollten sich die Fussballmillionaros mal ein Beispiel nehmen!
HSV (Handball): 6.358 Zuschauer im Schnitt. HSV (Fussball): 53.252 Zuschauer im schnitt. Und, würden sich die Spieler tatsächlich zerreißen für den verein, dann wäre dieser sicherlich nicht insolvent und es gäbe auch keine Abgänge.
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