Verstoß gegen Kodex Wrestling-Verband wirft Hulk Hogan raus

Hulk Hogan war und ist der größte Wrestling-Star der Welt. Doch nun hat die Firma World Wrestling Entertainment den 61-Jährigen rausgeworfen, auch aus der Hall of Fame wurde der "Hulkster" gelöscht. Grund könnten rassistische Äußerungen sein.

Getty Images

Wrestling und Hulk Hogan - das gehört für viele Fans des Showsports untrennbar zusammen. Der Muskelberg mit den weißblonden Haaren, der sich nach seinen Siegen das Shirt zerriss, machte Wrestling, oder "Catchen" wie es in Deutschland auch oft genannt wird, in den Achtziger- und Neunzigerjahren überaus populär. Noch heute ist der "Hulkster" die vielleicht größte Marke der Branche. Doch das könnte nun vorbei sein.

Die Firma World Wrestling Entertainment (WWE), die die großen Wettkämpfe veranstaltet, hat alle Spuren von Terrence Gene Bolea, wie Hulk Hogan mit bürgerlichem Namen heißt, von seiner Seite gelöscht. Auch in der Hall of Fame sucht man den Hulk vergebens - ebenso wie nach einem offiziellen Statement für die Löschung.

Der Grund sollen rassistische Verfehlungen des 61 Jahre alten Boleas sein, das berichten der "National Enquirer" auf seiner Homepage und "Radar Online". WWE äußert sich auf Nachfrage gegenüber SPIEGEL ONLINE wie folgt: "WWE hat den Vertrag mit Terry Bollea (aka Hulk Hogan) beendet. WWE ist offen für alle Menschen, wie man an der Vielfalt unserer Angestellten, Performer und Fans auf der ganzen Welt erkennen kann."

Bolea selbst äußerte sich reichlich nebulös bei Twitter.

"Im Sturm habe ich meine Kontrolle abgegeben, Gott und sein Universum werden mich dahin segeln, wohin er will."

In seiner Karriere hatte Bolea als Hulk Hogan je sechsmal die WCW World Heavyweight Championship und die WWF World Heavyweight Championship/WWE Championship gewinnen können. 2005 war er in die Hall of Fame aufgenommen worden. Nach seiner aktiven Karriere hatte Bolea als Schauspieler gearbeitet und mit seiner Familie in der TV-Reality-Soap "Hogan Knows Best" vor der Kamera gestanden.

luk

Mehr zum Thema


insgesamt 48 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
nofreemen 24.07.2015
1. richtig so, trotzdem.....
Egal was sie tun oder machen, Hulk Hogan und Lace Armstrong u.a. sind oder waren die grössten ihrer Gattung und in ihrer Zeit, ob mit oder ohne Nachruf ist völlig egal.
regensommer 24.07.2015
2.
wenn Hulk sich so nebulös äußert, gibt es bestimmt eine Schweigeklausel mit sehr teuren Strafen. Was ich mich aber frage, er hat 5x den Meistertitel gewonnen. Kann man bei Wrestling von gewinnen sprechen? Steht das nicht schon vorher fest?
dasauge17 24.07.2015
3. Lance Armstrong ist was anderes
der hätte die Leistung ohne Betrug nicht erbracht. Aber trotzdem wundere ich über Hogen, wieso er so einen Quatsch nötig hat, andere Rassen runterzumachen. Wenn man ganz oben war sollte man souveräner handeln können. Er braucht doch die billigen Auftritte nicht mehr.
tipp-ex 24.07.2015
4. Welche Worte fielen?
Das was Hogan gesagt hat, muss schon ziemlich krass sein. Ohne extrem guten Grund würde die WWE doch nie ihre größte Ikone opfern. Schließlich wurden in den 80ern maßgeblich mit/durch Hogan die Grundlagen für das heutige Millarden-Geschäft Wrestling gelegt.
Tahlos 24.07.2015
5. Oder
es ist ganz einfach mal wieder eine im Wrestling übliche Inszenierung um Aufmerksamkeit zu bekommen. Die WWE lebt doch ausschließlich davon.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.