Neue Analysemethoden IOC will Hunderte Dopingproben nachtesten

Dopingsündern, die nicht überführt worden sind, könnte es doch noch an den Kragen gehen: Mittels neuer Analysemethoden ist es dem Internationalen Olympische Komitee nun möglich, Vergehen seit den Olympischen Spielen 2008 nachzuweisen.

IOC-Präsident Bach: 4000 archivierte Proben
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IOC-Präsident Bach: 4000 archivierte Proben


Hamburg - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will Hunderte Dopingproben seit den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking noch einmal testen. Mit den Untersuchungen sollen mögliche Dopingsünder, die einer Aufdeckung damals entkamen, anhand neuer Analysemethoden überführt werden.

Der medizinische Direktor des IOC, Richard Budgett, bestätigte, dass einige der insgesamt 4000 archivierten Proben von Peking, aber auch Proben der Winterspiele 2010 in Vancouver und der Olympischen Sommerspiele 2012 in London bereits nachgetestet worden seien. Bislang habe es kein positives Ergebnis gegeben.

Seit den Olympischen Spielen 2004 in Athen lässt das IOC Dopingproben einfrieren. Die ursprüngliche Grenze von acht Jahren zur Archivierung wurde mit dem neuen Welt-Anti-Doping-Kodex auf zehn Jahre erweitert. In diesem Zeitraum können Olympia-Medaillen bei Dopingvergehen entzogen werden.

mon/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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pstlzz 18.03.2015
1. pervers
Der saubere Höchstleistungssport ist eine Fiktion, mehr nichr. Der Beste der Welt ist herausragend anomal, ob durch Doping, Gene oder durch extremes Training (erinnert sei nur an die viel zu frühe Dressur von Kindern). Meist wohl alles zusammen. Die Idee der Beste von allen sein zu wollen an sich ist pervers. Die Aktion dient lediglich dazu, das IOC (pars pro toto) im lukratven Geschäft zu halten.
sfk15021958 18.03.2015
2. Die Analytik schläft halt nicht, sondern...
...entwickelt sich lawinenartig weiter. Da werden wir noch viele Doping-Sünden finden!
821943 18.03.2015
3. Sehr gut und konsequent!
Das IOC hat's kapiert und reagiert auf die Kritik sehr konsequent. Das ist ehrlich und hat sicher eine abschreckende Wirkung auf potentielle Dopingsuender.
baerry 18.03.2015
4. zu kurz
10 Jahre sind zu kurz. Die Proben sollten deutlich länger aufbewahrt werden und/oder getestet werden. Ob jemand nach 10 oder 20 oder 30 Jahren seine Titel verliert macht fast keinen Unterschied (der Sportler ist wahrscheinlich so oder so nicht mehr aktiv), aber die Doper können sich dann nie sicher sein nicht mehr aufzufliegen.
Peter Eckes 19.03.2015
5. Nur was diese 8 bzw. 10-Jahres Frist soll
versteht kein Mensch. Nicht genug Kühlschränke beim IOC oder was ist der Grund für diesen Schwachsinn? Die Proben müßten für IMMER eingefroren werden und regelmäßig nachgetestet werden. Dann läge die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden nämlich bei 100%. Es bliebe nur noch die Frage offen ob der Doper noch zu Lebzeiten enttarnt wird. Das in Verbindung mit der Rückzahlung aller Preisgelder und Sponsoreneinnahmen wäre wirksame Abschreckung. Natürlich ist das nicht gewollt. Also weiter dopen Leute!
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