Jan Ullrich "Es rollt nicht so gut"

Die Absage des Frühjahrsklassikers Mailand - San Remo bereitet seinen Fans Sorgen. Ist Jan Ullrich wieder zu dick wie vor zwei Jahren? Der Meister selbst hat aber bereits Entwarnung gegeben.


Jan Ullrich: "Fünf, sechs Pfund über Wettkampfgewicht"
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Jan Ullrich: "Fünf, sechs Pfund über Wettkampfgewicht"

Merdingen - Zeitfahr-Weltmeister Jan Ullrich, 26, hat seinen Verzicht auf den Start beim Auftakt-Klassiker Mailand - San Remo am kommenden Samstag mit Formschwankungen begründet: "Es rollt bei mir im Moment noch nicht so gut, dass ich auf den letzten 20 Kilometern bei diesem fast 300 Kilometer langen Rennen eine entscheidende Hilfe sein könnte. Da wäre es egoistisch, einem den Platz wegzunehmen, der Erik Zabel eine bessere Unterstützung sein kann."

Um sich für die lange Saison richtig in Schwung zu fahren, legt Jan Ullrich von Donnerstag bis Sonntag eine Wettkampfpause ein. "Am Montag trete ich dann bei der Katalanischen Woche in Spanien an", erklärte der Tour-Sieger von 1997: "Die bringt mir mehr für den Formaufbau Richtung Tour de France als ein Eintagesrennen. Bei der Katalanischen Woche kann ich unter Wettkampfbedingungen wichtige Kilometer machen."

Was die Frühjahrs-Klassiker betrifft, plant Jan Ullrich einen Start bei Lüttich - Bastogne - Lüttich am 16. April. Mutmaßungen über sein angebliches Übergewicht tut er mit einer Handbewegung ab: "Ich liege fünf, sechs Pfund über meinem idealen Wettkampfgewicht. Das ist normal. Wenn ich jetzt schon mein Tourgewicht hätte, würde ich die Saison kräftemäßig gar nicht durchstehen." Auch Telekom-Trainer Rudy Pevanage sieht keinen Grund zur Panik: "Jan ist viel weiter als zum gleichen Zeitpunkt im vorigen Jahr. Wenn es darauf ankommt, wird er in Form sein".

Telekom-Kapitän bei Mailand-San Remo ist der zweimalige Sieger Erik Zabel (Unna). Ihm zur Seite stehen Rolf Aldag (Ahlen), Steffen Wesemann (Frankfurt/Oder), Jan Schaffrath (Berlin), Kai Hundertmark (Kelsterbach) Alberto Elli, Gianni Fagnini (beide Italien), Alexander Winokurow (Kasachstan) und als Reserve Paris-Nizza-Sieger Andreas Klöden (Cottbus) und Giovanni Lombardi (Italien).



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