Jens Voigt "So kann ich schlecht aufhören"

Den Schock noch in den Knochen, die nächste Tour vor Augen: Nach seinem schweren Sturz auf der 16. Etappe ist Jens Voigt auf dem Wege der Besserung. Trotz Gesichts- und Handverletzungen plant der Radprofi bereits für die Frankreichrundfahrt 2010.


Hamburg - Jens Voigt kann das Krankenhaus in Grenoble nach seinem schweren Sturz auf der 16. Etappe der Tour de France in den kommenden Tagen wieder verlassen. "Ich wurde an den Händen und an Wunden im Gesicht genäht. Das hat mich nicht umgebracht. Ich hoffe, dass ich morgen schon rauskomme. Die wollen noch einmal meinen Kopf scannen, weil da ein kleines Blutgerinnsel wegen der Gehirnerschütterung war. Jetzt sind meine Frau und meine Mutter hier."

Gestürzter Voigt: "Totaler Filmriss"
REUTERS

Gestürzter Voigt: "Totaler Filmriss"

Ihm gehe es den Umständen entsprechend gut, an den Unfall könne er sich nicht erinnern. "Ich habe einen totalen Filmriss", sagte der 37-Jährige. "Ich dachte bei der Abfahrt, das läuft ja heute super für mich, da kannst du ja noch ein bisschen für die Schleck-Brüder arbeiten - und dann bin ich auf der Pritsche im Krankenwagen aufgewacht."

Voigt hatte sich bei seinem Sturz mit Tempo 80 auf der Abfahrt vom Kleinen Sankt Bernhard eine Gehirnerschütterung und einen Jochbeinbruch zugezogen.

An ein Karriereende denkt Voigt nach seinem Unfall nicht: "So kann ich schlecht aufhören. Ich will auf jeden Fall im nächsten Jahr die Tour fahren."

luk/sid/dpa



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