Radsport Degenkolb triumphiert bei Mailand-San Remo

Radprofi John Degenkolb hat den wichtigsten Sieg seiner Karriere eingefahren. Der 26-Jährige gewann die 106. Auflage des ersten Frühjahrs-Klassikers Mailand-San Remo.

Radprofi Degenkolb: Schnellster auf der Via Roma
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Radprofi Degenkolb: Schnellster auf der Via Roma


Hamburg - Radprofi John Degenkolb hat sich den Traum von einem großen Klassiker-Sieg erfüllt. Der als Mitfavorit gestartete 26-Jährige vom deutschen Team Giant-Alpecin setzte sich bei der 106. Ausgabe von Mailand-San Remo nach 293 Kilometern gegen Titelverteidiger Alexander Kristoff aus Norwegen und den Australier Michael Matthews durch. Es ist der bisher größte Erfolg seiner Karriere.

"Ich kann das Gefühl nicht beschreiben. Das ist mein erster Sieg bei einem Monument, ich bin überglücklich. So viele große Namen haben hier auf der Via Roma gewonnen und nun habe auch ich es geschafft", sagte Degenkolb.

Er hatte sich beim letzten entscheidenden Anstieg auf den 162 Meter hohen Poggio immer vorne gehalten und nahm die letzten drei Kilometer Richtung Ziel im Vorderfeld einer etwa 30 Fahrer starken Gruppe auf. Im Schlussspurt wartete Degenkolb auf den entscheidenden Moment und griff genau zum richtigen Zeitpunkt an.

Voss und Ciolek stürzen

"Das Finale war sehr hektisch. Ich habe den richtigen Moment erwischt, um kurz vor dem Ziel loszufahren und das Rennen zu gewinnen. Letztes Jahr war das hier vielleicht die größte Enttäuschung meiner Karriere. Umso schöner ist es, hier heute zu gewinnen", sagte er. Im Rennfinale der letzten 30 Kilometer hatte es etliche Stürze gegeben, denen auch die beiden deutschen Profis Paul Voss und Gerald Ciolek zum Opfer fielen, genau wie Weltmeister Michal Kwiatkowski aus Polen.

Degenkolbs Triumph auf der legendären Via Roma war der insgesamt siebte Erfolg eines deutschen Fahrers im ersten Frühjahrsklassiker des Jahres. Vor ihm hatten sich Rudi Altig (1968), Erik Zabel (2001, 2000, 1998, 1997) und Gerald Ciolek (2013) beim dem Eintagesrennen in die Siegerliste eingetragen.

psk/sid/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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Le Commissaire 22.03.2015
1. toller Sieg
Wahnsinn, zumal zwei starke Teammitglieder nicht mit an den Start gehen konnten. Degenkolb hat sich das ganze Rennen über bedeckt gehalten, war aber immer hellwach und ließ sich durch die Attacken an den beiden Anstiegen kurz vor dem Ziel nicht aus der Ruhe bringen. So ein Rennen zu bestreiten ist immer auch eine starke mentale Leistung. Jetzt freue ich mich auf Paris-Roubaix am 12. April, hier konnte ja Dege im vergangenen Jahr den zweiten Platz erringen.
moi1 23.03.2015
2.
In der Tat, clever gefahren und beim Sprint gehört auch immer das Glück des Tüchtigen dazu.
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