Triathlon Olympiasieger schleppt Bruder über Ziellinie

Triathlet Jonathan Brownlee lag beim WM-Finale in Führung, doch dann machte sein Körper schlapp. Glück für ihn, dass sein Bruder hinter ihm lief - und dem Briten noch über die Ziellinie half.

Alistair Brownlee (l.) und sein Bruder Jonathan
AFP

Alistair Brownlee (l.) und sein Bruder Jonathan


Mit einem Drama um den Briten Jonathan Brownlee ist die WM-Serie der Triathleten zu Ende gegangen. Der Olympia-Zweite von Rio lag am Sonntag beim Grand Final im mexikanischen Cozumel bis 400 Meter vor dem Ziel klar in Führung und war auf dem besten Weg zum WM-Titel, als er plötzlich unter der drückenden Hitze zu schwanken begann und zusammenzubrechen drohte.

Doch er hatte Glück: Hinter ihm lief sein Bruder Alistair, der bei den Olympischen Spielen in Rio und vier Jahre zuvor in London Gold gewonnen hatte. Er fing Jonathan auf, schleppte ihn weiter und schubste ihn über die Ziellinie. Jonathan wurde so am Ende Zweiter, Alistair Dritter. Den Sieg sicherte sich der Südafrikaner Henri Schoeman.

Ein Happy End also? Nicht ganz: Jonathan Brownlee hätte das Rennen über 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen gewinnen müssen, um Mario Mola noch in der Gesamtwertung abfangen zu können. Doch durch Brownlees zweiten Platz reichte dem Spanier Rang fünf zu seinem ersten WM-Triumph.

"Es war eine normale Reaktion von mir, ich hätte es auch für jeden anderen gemacht", sagte Alistair nach dem Rennen und übte Kritik an seinem Bruder: "Ich wünschte, der Vollidiot hätte sich die Geschwindigkeit richtig eingeteilt und wäre Erster geworden. Er hätte die letzten zwei Kilometer joggen können und hätte gewonnen."

Völlige Erschöpfung
Getty Images

Völlige Erschöpfung

bka/dpa/Reuters

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