Nach Unfall in Spa-Francorchamps Formel-2-Pilot Correa derzeit nicht bei Bewusstsein

Eine Woche nach dem schweren Unglück beim Formel-2-Rennen in Belgien haben sich die Eltern des verletzten Piloten Juan Manuel Correa an die Öffentlichkeit gewandt. Ihr Sohn erlitt demnach einen Atemstillstand.

Unglückstelle im belgischen Spa-Francorchamps: "Unsere Herzen sind gebrochen"
Remko de Waal/ANP/ AFP

Unglückstelle im belgischen Spa-Francorchamps: "Unsere Herzen sind gebrochen"


Der am vergangenen Samstag im belgischen Spa-Francorchamps schwer verunglückte Formel-2-Fahrer Juan Manuel Correa ist derzeit nicht bei Bewusstsein. Das teilten seine Eltern nun in einer Erklärung mit, die sie online veröffentlichten.

Demnach wurde bei der Ankunft des verunglückten Correa in einer Klinik in London ein akutes Atemnotsyndrom festgestellt. Es handle sich um eine Verletzung, die angesichts der Heftigkeit des Unfalls vorkomme, schrieben Juan Carlos und Maria Correa. Sie habe aber leider zu einem Atemstillstand geführt. Deshalb wurde er von den Ärzten in eine künstliche Bewusstlosigkeit versetzt.

Derzeit ist ihr Sohn dem Statement zufolge an ein Atemgerät angeschlossen. Sein Zustand sei kritisch, aber stabil. "Wir sind zuversichtlich, dass uns unser Sohn überraschen wird - wie er das immer macht - mit seinem enormen Kampfeswillen und seiner Stärke, und sich komplett erholen wird", schrieben die Eltern. Sie bedankten sich für die Genesungswünsche für ihren Sohn von innerhalb und außerhalb des Motorsports. Sie baten auch darum, ihre Privatsphäre zu respektieren.

Der 20 Jahre alte Juan Manuel Correa war bei dem Rennen in Belgien nach der berüchtigten Kurve Eau Rouge mit voller Geschwindigkeit in das in einer Auslaufzone neben der Fahrbahn stehende Auto des Franzosen Anthoine Hubert gerast. Huberts Wagen war zuvor in die Begrenzungsmauer eingeschlagen und stand quer zur Fahrtrichtung. Er verstarb kurze Zeit später im Medical Center an der Strecke.

Correa erlitt bei dem Unfall schwere Beinverletzungen und eine leichte Wirbelverletzung. In Lüttich wurde der in Ecuador geborene US-Amerikaner noch am Unglücksabend vier Stunden lang operiert. Am vergangenen Mittwoch wurde er dann von dem Krankenhaus nach England transportiert.

Seine Eltern sprachen in ihrer Erklärung nun auch den Eltern von Hubert ihr Beileid aus. "Unsere Herzen sind gebrochen, wir können uns den Schmerz nur vorstellen, den dieser Verlust über sie gebracht haben muss", hieß es in dem Schreiben.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben den Unfallhergang präzisiert.

aar/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.