Nach Rennunfall Indycar-Fahrer Wilson erliegt schweren Kopfverletzungen

Justin Wilson ist an den Folgen seines schweren Unfalls beim Indycar-Rennen in den USA gestorben. Der Brite war von den Trümmern eines verunglückten Wagens am Kopf getroffen worden. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Rennfahrer Justin Wilson (im Mai 2015): Tödlicher Unfall
AP/dpa

Rennfahrer Justin Wilson (im Mai 2015): Tödlicher Unfall


Der Motorsport trauert um Justin Wilson. Der 37-jährige Indycar-Fahrer ist einen Tag nach seinem schweren Unfall beim Rennen auf dem Pocono Raceway im US-Bundesstaat Pennsylvania seinen Kopfverletzungen erlegen. Das teilten die Veranstalter der Rennserie mit.

"Das ist ein unglaublich trauriger Tag für Indycar und die gesamte Motorsportgemeinde", sagte Indycar-Boss Mark Miles. Wilson war in der Schlussphase des Rennens am Sonntag vom Trümmerteil eines vor ihm verunglückten Wagens am Kopf getroffen worden. Daraufhin stieß das Fahrzeug des Briten unkontrolliert gegen eine Begrenzungsmauer.

Ärzte brachten den Unfallfahrer mit dem Hubschrauber in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Sie versetzten den Patienten in ein künstliches Koma. Doch die Verletzungen waren zu schwer.

Wilson hatte 2003 für Jaguar und Minardi eine Saison in der Formel 1 absolviert. Er hinterlässt eine Frau und zwei Töchter im Alter von sieben und fünf Jahren. Seine Organe sollen gespendet werden.

Sein Bruder Stefan Wilson, der ebenfalls als Rennfahrer aktiv ist, äußerte sich auf Twitter bestürzt über den Tod: "Ich kann nicht ansatzweise den Verlust beschreiben, den ich gerade empfinde. Er war mein Bruder, mein bester Freund, mein Vorbild und Mentor. Er war ein Champion", twitterte Stefan Wilson.

Zuletzt war 2011 ein Indycar-Fahrer an den Folgen eines Rennunfalls gestorben. Dan Wheldon verunglückte damals während des letzten Saisonrennens in Las Vegas.

syd/AP/Reuters/dpa



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