Kanusport Elf Mal Weltmeisterin - und jetzt ein Dopingfall

Sie ist eine der erfolgreichsten Kanusportlerinnen in der Welt - und nun bei einem Dopingtest auffällig geworden: Laurence Vincent-Lapointe beteuert ihre Unschuld, ist aber vorerst gesperrt.

Hier strahlt Laurence Vincent-Lapointe noch
Pawel Jaskolka/ imago images/ Newspix

Hier strahlt Laurence Vincent-Lapointe noch


Der Kanu-Rennsport wird kurz vor der WM von einem prominenten Dopingfall erschüttert. Die elfmalige Weltmeisterin Laurence Vincent-Lapointe aus Kanada wurde am Montag wegen einer positiven A-Probe vorläufig gesperrt und verpasst den am Mittwoch beginnenden Saison-Höhepunkt im ungarischen Szeged.

"Das ist ein Albtraum. Ich bin schockiert und am Boden zerstört. Ich habe absolut nichts Falsches gemacht und nichts zu verstecken. Ich glaube an einen sauberen Sport", sagte Vincent-Lapointe in einer Stellungnahme.

Nach Angaben des Weltverbandes ICF wurde bei Vincent-Lapointe "eine verbotene Substanz" festgestellt. Der kanadische Kanu-Verband vermutet verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel als Ursache und sicherte der 27-Jährigen Unterstützung zu.

Seit der Aufnahme der Canadier-Frauen ins WM-Programm im Jahr 2010 hat Vincent-Lapointe elf von 16 möglichen Goldmedaillen gewonnen. Bei Olympia 2020 in Tokio wird die Disziplin erstmals zum Programm gehören. In Szeged wird zwar ein Großteil der Quotenplätze für Tokio vergeben, Vincent-Lapointe kann diesen aber auch noch beim Weltcup in Duisburg im Mai 2020 holen.

aha/sid

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
-su- 19.08.2019
1.
Die üblichen Ausreden der Betrüger. Wohin die Reise voraussichtlich gehen wird, sieht man daran, dass der Verband das Märchen von den "verunreinigten Lebensmittel" glaubt. Wird wohl nicht auf eine Sperre hinauslaufen. Auch der Artikel ist sehr zurückhaltend geschrieben. Da sind die Berichte bei Radprofis immer ganz anders.
srbler 19.08.2019
2. meinungsbildung
ist auch echt schwierig, als sportkonsument sieht man doch eh nicht durch, welche mittel, welche dosis, was ist verunreinigung, warum ergänzungsmittel... wenn ich lese das zig leistungssportler asthmamittel nehmen dürfen... es hat doch auch noch nie einen fall gegeben der sich im nachhinein als falsch verdächtigt herausgestellt hat, oder?
schadland 19.08.2019
3. Erstmal gibt es
eine positive A-Probe. Dass es auch eine positive B-Probe geben wird ist anzunehmen, weil das letztlich bloß eine Verfahrenssicherungsfrage darstellt. Das Zahnpasta-Gestammel mag niemand mehr glauben, auch in der Randsportart Kanu geht es um Geld, Ehre und Medaillen. Und die, die sich dort im Spitzenbereich bewegen, sind Hochleistungssportler und -innen und nicht naiv. Selbst, wenn man unterstellt, dass sie sich medizinisch an die Grenze des Erlaubten herangepirscht und diese dabei versehentlich überschritten hat, spricht das Bände mit Blick auf die sportliche Einstellung. Ich brauche die nicht mehr in diesem schönen Sport.
meresi 20.08.2019
4. Ha, erinnert mich an
einen österreichischen Schifahrer aus Schladming. Der hatte auch verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel erwischt.
stefan.p1 20.08.2019
5. Es wie das Rennen Hase gegen Igel
und es ist Profisport - also gibt es nur eine Lösung: Doping frei geben. Der Konsum von Leistungsförderdernden Mittel sind schließlich in keinem Beruf der Welt verboten,warum den dann ausgerechnet im Profi-Sport? Profisprortler ist in den allermeisten Fällen ein durchaus gut bis unverschämt gut bezahlter Beruf! An eine positive Vorbildfunktion von einem Ronaldo,Klitschko etc glauben doch nur noch naive Träumer.
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