Kanu-WM Deutsche Paddler im Goldrausch

Es war ein Auftakt, wie er für die Flotte des Deutschen Kanu-Verbandes bei den Weltmeisterschaften in Duisburg kaum besser hätte laufen können. In sechs Finalrennen schaffte es ein deutsches Boot auf einen Medaillenrang. Nur ein Olympiasieger ging leer aus.


Duisburg - Christian Gille/Tomasz Wylenzek im Zweier-Canadier sicherten sich über 1000 Meter dank eines starken Schlussspurts Gold, ebenso wie Gesine Ruge/Judith Hörmann im Zweier-Kajak. Ein perfekter Auftakt gelang dem Frauen-Vierer mit Carolin Leonhardt, Conny Waßmuth, Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin und Maren Knebel. Das Quartett besiegte über 500 Meter den Erzrivalen Ungarn, der auf Platz zwei vor Polen fuhr. "Wir haben das ganze Jahr gewonnen, alles andere als der WM-Titel wäre eine Enttäuschung gewesen", sagte Wagner-Augustin nach dem Triumph.

Deusche Kajak-Frauen: Freude über ersten Platz
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Deusche Kajak-Frauen: Freude über ersten Platz

Überraschend war dagegen der erste Platz für den kurzfristig umbesetzten Männer-Kajak-Vierer über 1000 Meter, der zuvor nur als Halbfinal-Vierter in den Endlauf eingezogen war. Angeführt von Nachrücker Lutz Altepost bewies die Mannschaft mit Norman Bröckl, Marco Herszel und Björn Goldschmidt Steherqualitäten und holte Gold vor Polen und der Slowakei.

Das Canadier-Team um Robert Nuck, Erik Leue, Thomas Lück und Stefan Holtz musste sich im 1000-Meter-Endlauf nur Rumänien geschlagen geben. Im Kajak-Einer über 1000 Meter holte Friederike Leue ebenfalls Silber.

Nur Rang vier belegte unterdessen Andreas Dittmer im Canadier auf der 1000-Meter-Distanz. Nun ruht die Hoffnung des Olympiasiegers auf dem 500-Meter-Finale morgen. "Wer mich kennt, weiß natürlich, dass ich enttäuscht bin", sagte Dittmer, der nach der Hälfte der Strecke schon weit zurücklag: "Jetzt möchte ich vor dem Heim-Publikum am Sonntag unbedingt eine Medaille holen."

mt/sid/dpa



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