Karriereende von Beachvolleyball-Olympiasiegerin Walkenhorst "Mein Körper erlaubt keinen Leistungssport mehr"

Gemeinsam mit Laura Ludwig wurde sie Olympiasiegerin und gewann den WM-Titel, nun ist Schluss: Beachvolleyballerin Kira Walkenhorst beendet ihre Karriere. Sie leidet unter Hüft- und Schulterproblemen.

Kira Walkenhorst
imago/Martin Hoffmann

Kira Walkenhorst


Jetzt ist es offiziell: Beachvolleyball-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst beendet ihre Karriere. Einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung vom Sonntag bestätigte die 28-Jährige am Montag.

"Ich würde nichts lieber tun, als mit Laura und meinem großartigen Team dort weiterzumachen, wo wir 2017 aufgehört haben", sagte Walkenhorst. "Mein Körper erlaubt keinen Leistungssport mehr. Alles andere als Laura nahezulegen, sich eine andere Partnerin zu suchen, mit der sie ihre Ziele erreichen kann, erschien mir unfair." Walkenhorst leidet unter anhaltenden Problemen an den Rippen, der Hüfte und der Schulter.

Ihre bisherige Partnerin, die 32 Jahre alte Laura Ludwig, wird ihre Laufbahn nach Informationen der "Bild"-Zeitung und des Sportinformationsdienstes an der Seite von Margareta Kozuch fortsetzen. Eine offizielle Bekanntgabe soll in den kommenden Tagen erfolgen. Die frühere Hallen-Nationalspielerin ist derzeit Partnerin von Karla Borger.

Walkenhorst in Gesprächen mit TV-Sendern

"Diese Entscheidung war die mit Abstand härteste meiner Karriere. Ich hatte mich das ganze Jahr auf die Wiedervereinigung mit Laura gefreut. Ihr dann kurz vor dem Start der Olympiaqualifikation absagen zu müssen, trifft mich hart", sagte Walkenhorst.

Walkenhorst und Ludwig hatten nach Gold bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro 2016 auch den WM-Titel 2017 in Wien gewonnen. Walkenhorst unterzog sich anschließend zwei Operationen. Sie will sich nun zunächst ihrer Familie widmen, im Oktober 2018 brachte ihre Frau Maria Drillinge zur Welt.

Walkenhorst will dem Beachvolleyball verbunden bleiben. "Aktuell laufen erste Gespräche mit TV-Sendern, und auch die ersten Sponsoren und langjährige Partner haben mir schon signalisiert, dass sie sich eine Kooperation sehr gut vorstellen können", sagte Walkenhorst.

bka/sid



insgesamt 17 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
citizen01 07.01.2019
1. Mögliche Spätschäden sollten In den Jugendabteilungen der Vereine
obligatorisch thematisiert werden. Die eine oder andere Medaille ist schön, aber oft zu Lasten der Gesundheit teuer erkauft.
mhuz 07.01.2019
2.
Sport ist Mord. Ist doch gut, wenn eine Sportler aufhört, wenn er feststellt, dass es mehr schadet wie es Spass macht und sich nicht mit Schmerzmittel zum Sieg quält. Oder sie zum Abschied überredet werden muß, weil sie die Leistung nicht mehr bringt.
bissig 07.01.2019
3. ...
Zitat von citizen01obligatorisch thematisiert werden. Die eine oder andere Medaille ist schön, aber oft zu Lasten der Gesundheit teuer erkauft.
Gute Idee - soviel ich weiss, ist es in den USA bis zu einem bestimmten Alter verboten, den Ball mit dem Kopf zu spielen. Warum nur ... Man kann nun mal leider nicht im Voraus sagen, inwiefern körperliche Aktivitäten Auswirkungen auf später haben. Es gibt durchaus auch VolleyballerInnen, die aktiv auch über 30 noch auf relativ hohem Niveau spielen können. Und es gibt Sportarten, die weitaus gefährlicher für die Gesundheit sind als dieser relativ kontaktlose Sport (Rugby, American Football, Fußball, Handball, ...) Wichtig ist doch nur, dass rechtzeitig die Notbremse gezogen wird, bevor sich die Belastung negati auf den Körper und den Rest des Lebens auswirkt.
Zita 07.01.2019
4. Alles Gute ...
... mit den Drillingen! Gerade was Schulter- und Hüftprobleme angeht. Ich habe "nur" Zwillinge, hatte aber in den ersten 1,5 Jahren massive Schulterprobleme, weil man ständig (mindestens) ein Kind trägt. Mit Drillingen ist das sicher noch heftiger. Aber wenn diese Anfangszeit überstanden ist, macht's umso mehr Spaß mit Mehrlingen!
bigmitt 07.01.2019
5. @ zita, #4
Ich habe das so verstanden das nicht Sie , sondern ihre Frau die Drillinge bekommt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.