Diskriminierung von Athleten Schwimmverband verwarnt arabische Länder

Bei den Weltcups in Dubai und Doha soll eine Siegerehrung ausgefallen sein, um das Land Israel nicht beim Namen nennen zu müssen. Eine deutsche Athletin solidarisierte sich mit den Kolleginnen - und nun schaltet sich auch der Weltverband ein.
Israelische Schwimmerin Ivry: Dritter Platz in Doha

Israelische Schwimmerin Ivry: Dritter Platz in Doha

Foto: AHMED JADALLAH/ REUTERS

Hamburg - Der Weltschwimmverband Fina hat Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate wegen der Diskriminierung israelischer Athleten verwarnt. Anlass waren verschiedene Vorfälle bei den Kurzbahn-Weltcups vergangene Woche in Dubai und Doha.

Dabei soll nach Augenzeugenberichten eine Siegerehrung ausgefallen sein, um Israel nicht beim Namen nennen zu müssen. Aus dem gleichen Grund war der Name des Staates bei der TV-Übertragung nicht eingeblendet worden. Bei den Vorläufen blieb demnach die sonst übliche Vorstellung der Sportler mit ihrer Herkunft aus. Die israelische Schwimmerin Amit Ivry belegte über die 100 Meter Lagen den dritten Platz. Katar und die Arabischen Emirate gehören zu den Ländern, die keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhalten.

Die Fina betonte in ihrer Mitteilung, sie habe nach den ersten Vorfällen dieser Art bei den Veranstaltern interveniert. Danach habe es keine diskriminierenden Aktionen bezüglich israelischer Schwimmer gegeben.

Die deutsche Schwimmerin Theresa Michalak, die bei den Weltcups ebenfalls am Start war, bekundete ihre Solidarität und postete in einem sozialem Netzwerk ein Foto von sich in einem Sweatshirt mit der Aufschrift "Team Israel". "Politische Probleme im Sport unterzubringen ist eben nicht immer wirklich passend", schrieb sie. In einem Kommentar unter dem Bild schreibt sie noch: "ich kann so etwas nicht nachvollziehen und hoffe, dass es das einzige Mal gewesen wird."

asi/dpa
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