Diskriminierung von Athleten Schwimmverband verwarnt arabische Länder

Bei den Weltcups in Dubai und Doha soll eine Siegerehrung ausgefallen sein, um das Land Israel nicht beim Namen nennen zu müssen. Eine deutsche Athletin solidarisierte sich mit den Kolleginnen - und nun schaltet sich auch der Weltverband ein.

Israelische Schwimmerin Ivry: Dritter Platz in Doha
REUTERS

Israelische Schwimmerin Ivry: Dritter Platz in Doha


Hamburg - Der Weltschwimmverband Fina hat Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate wegen der Diskriminierung israelischer Athleten verwarnt. Anlass waren verschiedene Vorfälle bei den Kurzbahn-Weltcups vergangene Woche in Dubai und Doha.

Dabei soll nach Augenzeugenberichten eine Siegerehrung ausgefallen sein, um Israel nicht beim Namen nennen zu müssen. Aus dem gleichen Grund war der Name des Staates bei der TV-Übertragung nicht eingeblendet worden. Bei den Vorläufen blieb demnach die sonst übliche Vorstellung der Sportler mit ihrer Herkunft aus. Die israelische Schwimmerin Amit Ivry belegte über die 100 Meter Lagen den dritten Platz. Katar und die Arabischen Emirate gehören zu den Ländern, die keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhalten.

Die Fina betonte in ihrer Mitteilung, sie habe nach den ersten Vorfällen dieser Art bei den Veranstaltern interveniert. Danach habe es keine diskriminierenden Aktionen bezüglich israelischer Schwimmer gegeben.

Die deutsche Schwimmerin Theresa Michalak, die bei den Weltcups ebenfalls am Start war, bekundete ihre Solidarität und postete in einem sozialem Netzwerk ein Foto von sich in einem Sweatshirt mit der Aufschrift "Team Israel". "Politische Probleme im Sport unterzubringen ist eben nicht immer wirklich passend", schrieb sie. In einem Kommentar unter dem Bild schreibt sie noch: "ich kann so etwas nicht nachvollziehen und hoffe, dass es das einzige Mal gewesen wird."

asi/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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kappesstepp 24.10.2013
1. Ach ja, Journalismus ist schwer,
Zitat von sysopREUTERSBei den Weltcups in Dubai und Doha soll eine Siegerehrung ausgefallen sein, um das Land Israel nicht beim Namen nennen zu müssen. Eine deutsche Athletin solidarisierte sich mit den Kolleginnen - und nun schaltet sich auch der Welterband ein. Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate werden verwarnt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/sonst/katar-und-die-vereinigten-arabischen-emirate-werden-verwarnt-a-929700.html)
bei den vielen vielen Ländern (das müssen so an die 10.000 sein, kann sich ja keiner merken). "Katar und Doha gehören zu den Ländern, die keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhalten." Ja, alle beide, bzw. ist Doha nicht doch eher...? Setzen Sie's selbst ein. Warum diese Besserwisserei? Deswegen: Wer solche Fehler macht, arbeitet schlampig; wenn man das Privileg hat, zur (zumindest deutschsprachigen) *Welt* zu sprechen (und dieselbe derselben zu erklären, und dieses Privileg haben Journalisten), muss man seine Hausaufgaben machen - und nicht bei Ländern ("die eh keiner kennt") rumraten. Zweitens: Wen man bei solchen Unprofessionalität ertappt, dem glaubt man auch andere Fakten nicht (die man vielleicht nicht gerade nachprüfen kann oder "besserweiß"). Deshalb die Besserwisserei. Das ist ärgerlich und schadet dem Ruf von SPON.
juttakristina 24.10.2013
2. Eigentlich
sollten dort dann auch keine mondialen Wettkämpfe ausgetragen werden. Und dies ist dann beileibe nicht der einzige Grund, wenn man an die Berichte zu den Bauarbeiten für die WM denkt...
Brumbär 24.10.2013
3. Komische Länder
"Katar und Doha gehören zu den Ländern, die keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhalten. " Und ich dachte Doha wäre eine Stadt und zwar die Hauptstadt von Katar. Mal wieder schlecht recherchiert.
der.tommy 24.10.2013
4.
aber die anhaltende und immer mehr zunehmende diskriminierung homosexueller in diesen staaten scheint der fina nicht soooo aufzustoßen. obwohl es mit absoluter sicherheit homosexuelle olympioniken gibt. ich moechte an dieser stelle an den artikel vor wenigen wochen erinnern, als es darum ging, dass arabische staaten "tests" auf homosexualitaet bei einreisen durchfuehren wollten....ein absolutes unding dass hier immer noch interesse besteht, in solchen staaten olympische spiele auszutragen
username987 24.10.2013
5. ...
hoffentlich hat man das auch bei der FIFA mitbekommen. was wäre denn, wenn sich israel für die wm 2022 qualifiziert? was wäre denn, wenn israel (wider erwarten) z.b. weltmeister werden würde?
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