Kiefer Selbstsicher nach der Niederlage

Der ganz große Triumph ist Nicolas Kiefer beim Tennis-Turnier in Halle versagt geblieben. Aber dennoch gab sich der Holzmindener selbstbewusst.


Im Finale gescheitert: Kiefer verlor gegen Kafelnikow
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Im Finale gescheitert: Kiefer verlor gegen Kafelnikow

Halle - Im Finale von Halle musste sich Kiefer dem Russen Jewgeni Kafelnikow nach 1:53 Stunden mit 6:2, 4:6, 4:6 geschlagen geben. Kiefer wartet damit seit nunmehr 20 Monaten auf einen Turniersieg. Im Oktober 2000 hatte der ehemalige Weltranglisten- Vierte in Hongkong sein bislang letztes Turnier auf der ATP-Tour gewonnen. Für Kafelnikow ist es bereits der dritte Titelgewinn in der westfälischen Stadt.

Kiefer dachte schon mit Optimismus an das bevorstehende Turnier in Wimbledon. "Trotz der Niederlage fühle ich mich sehr wohl. Ich bin wieder da. Es geht wieder los", meinte Kiefer trotz der Niederlage. "Ich bin gegen drei Spieler angetreten, die alle Wimbledon gewinnen können." Der 24-Jährige fertigte im Achtelfinale des mit 736 000.Dollar dotierten Rasenturniers den siebenmaligen Wimbledonsieger Pete Sampras (USA) in zwei Sätzen ab. Im Viertelfinale musste sich der Mannheimer Alexander Popp der Nummer 96 des Champions Race beugen, und im Halbfinale hatte Roger Federer aus der Schweiz in drei Sätzen das Nachsehen.

Nach einem dominanten ersten Durchgang gegen Kafelnikow musste Kiefer den zweiten Satz abgeben. Im dritten Durchgang schaffte der Russe ein frühes Break zum 3:1. Spannend wurde es noch einmal im sechsten Spiel, als der Holzmindener zwei Breakchancen vergab. Diesmal hielten die Nerven nicht, so wie noch am Vortag gegen Federer, als Kiefer eine ähnliche Situation für sich nutzen konnte. Kafelnikow freute sich nach dem Sieg: "Es war eine weise Entscheidung, in Halle anzutreten."

Vor dem Start in Halle war Kiefer seit zehn Turnieren in Folge nicht über die erste Runde hinaus gekommen. In der kommenden Woche startet der Niedersachse beim Rasenturnier im englischen Nottingham. "Hoffentlich kann ich da genauso gut spielen und weit kommen", sagte er.



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